Kleve: Dr. Schneider ist tot: Der Bauherr des Kreises
zuletzt aktualisiert: 30.01.2009Kleve (RPO). Dr. Hans-Wilhelm Schneider ist tot. Der Bauherr des Kreises Kleve, der vom 1.12.1970 bis 1975 Oberkreisdirektor des alten und von 1975 bis 1989 des neuen Kreises Kleve war, starb gestern im Alter von 75 Jahren in seiner Wahlheimat Kleve. 1989 musste er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand gehen und übergab die Amtsgeschäfte an Rudolf Kersting.
Ein maßgebliches Verdienst des am 21. März 1933 in Bad Godesberg geborenen promovierten Juristen waren die Weichenstellungen für die Gründung des heutigen Kreises Kleve, mit denen ganz anders geplante Lösungen verhindert wurden. Daraus ergab sich unter anderem eine ganz andere schwierige Aufgabe, nämlich aus den damaligen Verwaltungen der Kreise Geldern und Kleve eine schlagkräftige Organisation zu schaffen, an der später auch noch der ehemalige Kreis Rees mitwirkte.
Seine Verdienste auf den unterschiedlichsten Gebieten aufzuzählen, ist unmöglich. Ein paar Beispiele seien genannt: Die ersten Schritte auf dem Weg zum Museum Schloss Moyland (vollendet unter Kersting) wurden mit Dr. Schneiders Hilfe absolviert, die heutige Haus Freudenberg GmbH wäre ohne seine Mitwirkung kaum vorstellbar (in der Chronik des Hauses Freudenberg berichtet Schneider über seine Erinnerungen an Neubau und GmbH-Gründung unter der Überschrift: "Für die Einheitlichkeit wurde auch schon mal Trick 17 angewendet"). Und der Deichverband Xanten-Kleve existiert heute nur, weil der Oberkreisdirektor, der später Ehren-Deichgräf wurde, es geschafft hatte, aus seinerzeit 23 kleinen Verbänden den Überbau zu bilden.
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