Kreis Kleve: Ein Jahr HRW: Der Hochschulbau im Hafen
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 03.09.2010 - 18:43Gerhard Koenen, Geschäftsführer der Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH (KKB), legt ein beachtliches Tempo vor. Alle zwei Wochen wird auf dem Hochschulareal eine Betondecke gegossen, alle vier Wochen entsteht dort ein neues Geschoss.
Bis auf die zukünftige Mensa und ein Verwaltungsgebäude wurde bereits bei allen Gebäuden mit dem Bau begonnen. Der Campus Kleve – er ist sein Baby. Die neue Hochschule im Hafen – sie wächst und wächst.
Volumen: 122,3 Millionen Euro
Dabei beschloss der Kreistag erst am 5. März 2009 den Bau der Hochschule Rhein-Waal (HRW). Seitdem geht es jedoch in Sachen Neubau mit großen Schritten voran. So genehmigte das Ministerium für Innovation, Wirtschaft und Forschung im August das Raumprogramm. Demnach stehen der Hochschule 48.000 Quadratmeter Gesamt- und 22.163 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung bei einem Gesamtvolumen von 122,3 Millionen Euro. Im Oktober stiegen dann die KKB, der Kreis Kleve und die Hamburger Architekten nps tchoban Voss in den Bauplanungsprozess ein. Der Bauantrag wurde zwei Monate später bei der Stadt Kleve eingereicht, die im März 2010 wiederum die Baugenehmigung erteilte. Offizielle Grundsteinlegung mit Vertretern des Landes, Kreises, der Stadt sowie der Hochschule war dann am 30. April. „Noch Grün hinter den Ohren, aber unheimlich fix“, sagte der damalige Innovationsminister des Landes, Andreas Pinkwart (FDP), bei seiner Festrede. Die HRW sei der Sebastian Vettel unter den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Das macht stolz.
Gerhard Koenen – mittleres Alter, gesetzte Statur – ist, was das Äußere betrifft, so gar nicht der Typ Vettel. Dennoch möchte er bis zum Jahresende die insgesamt 20 Rohbauten stehen sehen. Dafür schuften seine 80 Facharbeiter im Akkord. Von 6 bis 18 Uhr stehen sie unter den Baukränen, sechs an der Zahl. Zwei weitere werden in den kommenden Wochen noch hinzukommen.
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