Kleve: Ein tierisches Vergnügen
VON JENS HELMUS - zuletzt aktualisiert: 02.02.2009Kleve (RPO). Die erste Karnevalssitzung der Kellener "Brejpott-Quaker" war ein voller Erfolg. Mit einem bunten Programm verwandelte der Verein das Kellener Schützenhaus in eine waschechte Narrenhochburg.
Kleve-Kellen "Nit spekuliere – bäter fiere!" – das diesjährige Motto der Brejpott-Quaker wurde am Samstag mit viel Schweiß und Herzblut umgesetzt. Pünktlich um 19.11 Uhr ging's los: Mitsamt Kapelle, Standarte, Profoss und dem unverzichtbaren Frosch in Lebensgröße zog der Elferrat um Sitzungspräsident Helmut Vehreschild in das Kellener Schützenhaus ein, um die erste Karnevalssitzung der Session einzuläuten. Lange spekuliert wurde (getreu dem Motto) nicht, nach Einzug und Begrüßung schickte der Elferrat gleich das erste Trio des Abends an den Start: "Der mit dem Frosch quakt", eine tierisch-spaßiges Gespräch zwischen Schwan, Frosch und Mensch.
Sitzungen ausverkauft
Karnevalsfreunde, die die "Brejpott-Quaker" unbedingt mal miterleben wollen, müssen sich bis zur nächsten Session gedulden: Die beiden folgenden Sitzungen sind ausverkauft. Zu sehen gibt's die Frösche am Rosenmontag, "dieses Jahr mit einem noch größeren Anhänger", wie der Sitzungspräsident verriet.
Abwrackprämie für den City-Train
Wer diesen ersten Angriff auf die Lachmuskeln ohne bleibende Schäden überstanden hatte, der durfte sich am Gardetanz der "Källesse Quecksprengers" unter Leitung von Monika Kietz erfreuen. Viel Pause zum Luftholen blieb den Gästen im ausverkauften Schützenhaus allerdings nicht, denn gleich danach ließ Sitzungspräsident Helmut Vehreschild den nächsten dicken Hund von der Leine: Erwin Baumann erzählte in der Bütt "Enne Hond" aus seinem spannenden Leben als studierter Vierbeiner im Dienste des Gesetzes.
Gegen 20.30 Uhr – die Singenden Frösche hatten gerade mit ihrer Version des Ohrwurmes "Don't worry, be happy" für allgemeine Heiterkeit gesorgt – stand dann hoher Besuch vor den Toren der Kellener Narrenhochburg. Kleves Prinz Achim "der Tierische" ließ es sich natürlich nicht nehmen, den Kellener Jecken mitsamt Gefolge einen Besuch abzustatten.
Freilich, bleiben konnte die Prinzengarde nicht, denn Achims Terminkalender gleicht in diesen Tagen dem eines Staatsoberhauptes. Gestört hat das aber niemanden, denn auch der Programmablauf der Quaker-Sitzung hatte noch einiges in petto. Zu den Höhepunkten des Abends zählte sicher wieder das Zwiegespräch zwischen Wolfgang Hanenkamp und Alfred Scholten, die bei ihrer Stadtführung der etwas anderen Art so ziemlich alles auf's Korn nahmen, was sich in der Schwanenstadt in den letzten zwölf Monaten zutrug. Doch auch Anerkennung gab es für die Stadtspitze: Denn die habe den City-Train ja schließlich wohlweislich angeschafft, um in diesem Jahr die 2500 Euro Abwrackprämie zu kassieren.
Es war eine Sitzung wie aus dem Bilderbuch: In weiteren Büttenreden sorgten "Frau Antje" alias Mario Coumans und Georg Jansen als "Enne Janze" für tränende Augen, nicht weniger amüsierte René Coumans als "Muttersöhnchen". Dazu wurden zahlreiche Tänze und musikalische Häppchen gereicht, die für einen "närrischen" Abend sorgten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







