Kleve: Einmal Holland und zurück
VON SEBASTIAN DALKOWSKI - zuletzt aktualisiert: 16.07.2008Kleve (RPO). Von Goch über Kessel in die Niederlande führt die Fahrradtour. Dabei treten holländische und deutsche Pommes und echtes und künstliches Grün zum Duell an. Wer die Sportart wechseln möchte, kann schwimmen gehen.
Der Gocher Marktplatz ist der Startpunkt der Tour. Vor der Abfahrt warten hier noch einige Sehenswürdigkeiten. Das Haus zu den Fünf Ringen gehört zu den schönsten Patrizierhäusern am Niederrhein. Das Steintor ist ein Wahrzeichen der Stadt. Interessant ist auch ein Besuch der Pfarrkirche St. Maria Magdalena. Der Kirchturm stürzte 1993 ein und wurde bis 2003 wieder aufgebaut. Wer die bekannteste Pommesbude im Kreis Kleve besuchen will, sollte noch kurz zum Heidestübchen (Voßheider Straße 123) fahren, im Volksmund „Terschlüsen“ genannt.
Goldmedaille gewonnen
Dann geht‘s aber los und nördlich aus der Stadt hinaus. Vorbei am ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Graefenthal geht es ins Spargeldorf Kessel. Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat Kessel 2006 die Goldmedaille gewonnen. Am Ortseingang steht das Freizeitbad GochNess, das auch über eine Saunalandschaft verfügt. Im Sommer ist das Naturfreibad beliebter Aufenthaltsort. Für dieses gibt es eine Familienkarte bereits für fünf Euro. Wer sich in Kessel stärken möchte, ist im Hotelrestaurant ter Kelling (Klosterweg 136) richtig, das inmitten einer Weidelandschaft liegt. Die Pfarrkirche St. Stephanus ist im neugotischen Stil gebaut. Sehenswert sind die Wand- und Deckenmalereien.
Bei Grunewald geht es über die Grenze nach Holland. Das Landgut Roepaen kurz vor Ottersum war ein Kloster und ist heute eine Begegnungsstätte. Kurz vor Ottersum biegt man links ab, für die original holländischen Friteusen-Spezialitäten sollte man einen Abstecher in den Ort machen. Wer bis zum Ortsende fährt, kommt zur Mühle „De Reus“, die mittwochs von 13 bis 16 Uhr geöffnet ist. Ein Geheimtipp für Pflanzenfreunde sind die Rhulenhof-Gärten. Dort sind verschiedene Gartenkonzepte und Pflanzenlandschaften zu besichtigen, außerdem gibt es ein idyllisches Café. Die Gärten sind noch bis 1. Oktober täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet (außer dienstags).
Bei Hommersum wird die Grenze nach Deutschland wieder überfahren. Durch die Natur geht es in kurviger Fahrt nach Asperden. Die katholische Pfarrkirche St. Vincentius hat ihren Ursprung im Mittelalter. Im April 2008 verabschiedete sich der vorerst letzte Pfarrer der Kirche in den Ruhestand. Außerdem ist Asperden für seinen Segelflughafen bekannt. Danach führt die Fahrt zurück zum Gocher Marktplatz. Ein gemütlicher Bummel durch die Fußgängerzone könnte am Abschluss der Tour stehen
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.







