Kleve: Erfolgreiche Nachfolger
VON LUDGER DISTELKAMP - zuletzt aktualisiert: 28.10.2006Kleve (RPO). RP und Antenne präsentieren mit der Kreis-Wirtschaftsförderung das Gründerradio.
Es muss nicht immer das neue Unternehmen sein: Oft werden auch Nachfolger gesucht.kreis kleve Was darf’s denn sein? Vom Ingenieurbüro bis zum Lottoladen - Nachfolger sind gefragt. Es muss nicht immer das eigene Unternehmen sein. Eine Existenzgründung kann auch erfolgen, wenn ein Betrieb übernommen wird, weil der Inhaber aus Altersgründen aufhört. Zwei Beispiele werden am Sonntag beim Gründerradio auf Antenne vorgestellt, das RP, Antenne Niederrhein und die Kreis-Wirtschaftsförderung präsentieren.
Sebastian Kiesow hat vor drei Jahren von seinen Eltern das renommierte gleichnamige Fachgeschäft für Lederwaren in Kleve übernommen. Mit Erfolg. Denn der 31-Jährige und seine Frau Nina, die gemeinsam das Unternehmen führen, wollen an anderen Standorten expandieren. „Wir überlegen, Geschäfte zu übernehmen, wenn Kollegen aufhören wollen“, so Nina Kiesow. Wichtig sei, wenn man einen Betrieb fortführe, zu überlegen, ob das bisherige Konzept in der Zukunft noch tragfähig sei. Das junge Ehepaar holte sich dafür Rat von Experten der Textilfachschule, die die Kiesows gemeinsam besucht hatten.
Sonntag Sendung
Die dritte Sendung des Gründerradios wird am Sonntag von 9 bis 10 Uhr auf Antenne Niederrhein ausgestrahlt. Die Moderation hat Antenne-Chefredakteur Tommi Bollmann. Verantwortlicher Redakteur des „Gründerradio“ ist Oliver Drucks. Er hat die Interviews geführt und die Wortbeiträge zusammengeschnitten. Die Warmmiete in Kehrum inklusive Dienstleistungspauschale liegt zwischen 124 Euro und 527 Euro monatlich.
Wechselbad der Gefühle
„Am ersten Tag freut man sich, dass man sein eigener Chef ist. Dann hat man wieder Tage und denkt Himmel und freut sich später aber wieder über das Lob von Kunden“, schildert Sachsa Klein die Wechselbäder der Gefühle. Er ist auch vor drei Jahren in eine bestehende Firma eingestiegen. Der 39-Jährige war durch eine Anzeige in einer Fachzeitschrift auf das Emmericher Unternehmen aufmerksam geworden. Der Steinmetz- und Steinbildhauermeister sowie Techniker für Naturstein gestaltet mit seinen vier Mitarbeitern Grabmale, baut Treppen, und stellt Küchenarbeitsplatten sowie Fensterbänke her.
Klappt das, traut man sich das zu? Das waren die Fragen, die Sachsa Klein durch den Kopf schwirrten, als er sich selbstständig machte. Der Betriebsberater der Handwerkskammer, Bernhard Uebbing, habe ihm bei seinen ersten Schritten als Existenzgründer „sehr geholfen“. Ob diese Aussicht auf Erfolg haben, darüber gibt der Leitfaden Gründerplanung der Kreiswirtschaftsförderung Auskunft. Hier könne überprüft werden, ob die Geschäftsidee eine Chance habe, so der Prokurist der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH, Norbert Wilder. In dem Konzept gebe es auch Tipps zur Kalkulation, wie hoch die laufenden Kosten zu veranschlagen seien.
Das Gewerbe- und Gründerzentrum in Kalkar-Kehrum will den Start in die Selbstständigkeit erleichtern. Es bietet Büros und den Service eines Sekretariats an, damit die Jungunternehmer entlastet werden.
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