Kleve: Erste Adresse für Brandschutz
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 17.08.2009Kleve (RPO). Für ihn war es von Beginn an eines der schönsten Häuser in Kleve. Schon 1988, als Dr. Eckhard Hagen erstmals in Kleve war, um sich bei Colt-Anlagentechnik vorzustellen, und er anschließend durch den Tiergartenwald joggte, verliebte er sich in die klassizistische Villa an der Kreuzung Tiergartenstraße/Gruft. "Es war Liebe auf den ersten Blick", sagt der promovierte Brandschutzexperte. Damals war sie das Gästehaus von Fuji. Heute ist es sein Firmensitz, gestern Mittag wurde sie im großen Rahmen mit einer Beuys-Ausstellung eröffnet.
In den vergangenen zehn Jahren hat Hagen sein Ingenieurbüro zu einer der zehn ersten Adressen in Sachen Brandschutz in Deutschland ausgebaut. Er hat Standorte in Essen, Berlin und Stralsund, seine Brandschutzingenieure arbeiteten am CentrO, an der Frauenkirche in Dresden, der Deutschen Botschaft in Washington und nicht zuletzt am Dornier-Museum in Friedrichshafen. Hagen sitz in Kommissionen, die sich mit Brandschutz-Verordnungen beschäftigen. "Zehn meiner Mitarbeiter reisen täglich durch ganz Deutschland", sagte er zur Eröffnung des neuen Firmensitzes. Der wurde nötig, weil die die Zahl seiner Mitarbeiter von neun auf 28 wuchs, der Gründungssitz in den Räumen der alten Mühle in Rindern zu klein wurde. Als die Stadt Kleve jetzt ihre Villen an der Tiergartenstraße verkaufte, griff Hagen zu. Er baute die alte Fuji-Villa zur Villa-Hagen aus. Feinfühlig, mit viel Gespür wurde das denkmalgeschützte Gebäude saniert.
Da die Hagen-Villa Teil der Kulturachse Tiergartenstraße ist, wurde das Haus mit einer Beuys-Ausstellung eröffnet. Bürgermeister Theo Brauer dankte für das private Engagement, ein solches Gebäude so zu erhalten, Museumsdirektor Drs. Guido de Werd führte launig durch die Geschichte des Hauses.
Bericht Lokale Kultur am Dienstag
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