Kleve: Fachhochschule aus einem Guss
zuletzt aktualisiert: 02.12.2008Kleve (RPO). kreis kleve Die Kreisstadt Kleve wird Sitz einer neuen Fachhochschule. Nach dem allseitigen Jubel über die Entscheidung des Landeskabinetts hat gestern die Arbeit begonnen. Ein Architekt des Jahrhundert-Erfolgs, Landrat Wolfgang Spreen, erläuterte Kleves RP-Redaktionsleiter Jürgen Loosen, wie es weiter geht.
Was sind denn die ersten Schritte nach der Gratulationscour?
Wolfgang Spreen Die Entscheidung der Landesregierung war gleichzeitig Abschluss der Bewerbung und Beginn der Umsetzung. Angekündigt ist uns, dass das Land NRW staatliche Gründungsbeauftragte ernennt und mit der Federführung betraut. Da wird der Kreis Kleve dann ganz eng mit zusammen arbeiten müssen.
Und die konkrete Konzeption?
Spreen Da wird es erst einmal sehr wichtig sein, wie das Land die doch unterschiedlichen Konzepte des Kreises Kleve und von „Wir 4“ zusammen binden möchte. Denn es muss ja eine Fachhochschule aus einem Guss entstehen mit dem Standort Kleve als Hauptsitz, Das wird eine schöne Aufgabe.
Viel Zeit bleibt nicht, das Projekt soll kurzfristig gestemmt werden?
Spreen Ja, der Betrieb soll schon im Wintersemester 2010 aufgenommen werden, gegebenenfalls auch in Provisorien. Da ist jede Menge zu tun. Ich werde auch weiter persönlich darum werben, dass wir aus der heimischen Wirtschaft noch zusätzliche Ausbildungsstellen bekommen. Bisher sind es etwa 170, aber da haben wir bei unserer Wirtschaft offene Türen eingerannt, so dass ich sehr zuversichtlich bin. Da wird als wichtiges Instrument auch die Kreis-WfG mit Geschäftsführer Hans-Josef Kuypers eingebunden mit der großen Aufgabe, um weitere Stipendien-Plätze zu werben. Immerhin ist im dualen Studium ein Anteil von 60 Prozent vorgesehen.
Was können Sie momentan zu den Kosten sagen?
Spreen Bei dem vom Land veranschlagten Investitionsrahmen von 130 Millionen Euro haben wir laut Kreistagsbeschluss bis zu 30 Millionen Euro zugesagt. Wir werden jetzt mit dem Land NRW einen Vertrag schließen müssen, in dem die Erwartungen beiderseits genau formuliert sind. Wir konnten zwar natürlich noch keine Mittel im Etatentwurf 2009 einsetzen, aber wenn wir schon im nächsten Jahr gefordert sein sollten, dann lässt sich das über einen Nachtraghaushalt einfach regeln. An der Stelle gilt mein Dank auch allen Bürgermeistern des Kreises Kleve, die mit uns an einem Strang gezogen haben.
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