Kleve/Goch: Ferienzeit sorgt für mehr Arbeitslose
VON MARC CATTELAENS - zuletzt aktualisiert: 29.07.2010 - 16:55Wenn für andere die Ferien beginnen, suchen die Schüler der Abschlussklassen nach Arbeit. „Damit steigt die Zahl der Arbeitslosen an“, sagt Michael Niel, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Wesel.
Die Arbeitslosigkeit ist in der Geschäftsstelle Kleve der Agentur für Arbeit Wesel von Juni auf Juli um 79 auf 3000 Menschen gestiegen. Das waren 376 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr – ein Minus von 11,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug in der Kreisstadt 7,3 Prozent. 631 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos; das waren 86 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 512 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit.
In Goch sieht es besser aus
Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 3607 Arbeitslosmeldungen. Das ist ein Minus von 704 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 3667 Abmeldungen von Arbeitslosen. Arbeitgeber meldeten im Juli 205 neue Arbeitsstellen, 69 mehr als vor einem Jahr.
In der Geschäftstelle Goch sehen die Zahlen etwas besser aus. Dort hat sich die Zahl der Arbeitslosen um acht auf 2289 Personen verringert. Das waren 719 Arbeitlose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zurückgegangen, nämlich von 7,6 auf 5,7 Prozent. 516 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos (181 weniger als vor einem Jahr), und gleichzeitig beendeten 4888 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Juli 119 neue Arbeitsstellen, 33 mehr als vor einem Jahr.
Fast keine Kurzarbeit mehr
Dieter Kolb, Leiter der Geschäftsstelle Kleve, nennt einen Grund dafür, dass Goch im Vergleich zu Kleve besser dasteht, was die Arbeitslosenquote angeht: „Goch ist stärker am niederländischen Arbeitsmarkt orientiert und profitiert von der günstigen Entwicklung dort.“ Positiv sei sowohl in Goch als auch in Kleve, dass Kurzarbeit kaum noch ein Thema sei.
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