Kalkar: Fischessen: Kalkarer Kaserne hat Zukunft
VON GUIDO SCHWARTGES - zuletzt aktualisiert: 18.02.2010 - 11:39Kalkar (RPO). Die von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar und ihre Zukunft hatte sich Generalleutnant Friedrich Wilhelm Ploeger als Thema für seine Aschermittwoch-Rede gesetzt.
Seiner Einladung zum traditionellen Fischessen, die er gemeinsam mit dem Standortältesten, Brigadegeneral Gerhard Kemmler – der momentan in der Nähe von Sarajevo im EUFOR-Einsatz ist –, ausgesprochen hatte, waren gestern wieder zahlreiche Honoratioren und Freunde des Luftwaffenstützpunktes in Kalkar und Uedem gefolgt. Erstmals war auch die Düsseldorfer US-Generalkonsulin Janice G. Weiner dabei – der Beginn einer engen Kooperation, wie der General hofft.
Zukunft hat begonnen
"Wir feiern keinen politischen Aschermittwoch", betonte Ploeger. In Kalkar feiere man eher trocken norddeutsch – ohne große Reden. Dennoch nutzte der Kommandeur des Kommandos Operative Führung Luftstreitkräfte die Gelegenheit, um ein wenig Zukunftsmusik für die Standorte in Kalkar anzuspielen, denn: "Die Zukunft am Luftwaffenstandort hat bereits begonnen." Ploeger geht davon aus, dass in näherer Zukunft noch weitere Aufgaben am Luftwaffenstandort Kalkar/Uedem gebündelt werden.
Zu den Optionen gehöre eine Verlegung der SAR-Leitstelle (Such- und Rettungsdienst) an den niederrheinischen Standort, wenn das Lufttransportkommando in Münster aufgelöst werde. Und auch das Thema "unbenannte Luftfahrzeuge" – kurz UAVs genannt – könnte zu einem Bedeutungszuwachs der von-Seydlitz-Kaserne führen. Außerdem: "Auf dem Paulsberg ist mittlerweile auch eine neue Dienststelle heimisch geworden: das Weltraumlagezentrum", erklärt der Generalleutnant. Dort werde systematisch Fachwissen gesammelt und strukturiert sowie ein Informationsnetzwerk aufgebaut, um ein umfassendes Lagebild für den Weltraum zu leisten.
Ehrung für den "Küchenbullen"
Nach dem Ausblick in die Zukunft der Luftwaffe am Niederrhein kam Ploeger wieder auf den eigentlichen Grund der Einladung: das Fischessen, mit dem sich die Soldaten für die gute Zusammenarbeit und und die feste Integration am Niederrhein bedanken wollten. Bevor es für die Gäste aber an die gut gefüllten warmen und kalten Fischplatten ging, wurde noch dem Koch Dank gesagt. "Küchenbulle" Hauptfeldwebel Patrick Scholten bekam von Kommandeur Ploeger eine "förmliche Anerkennung" für seine Arbeit in der Standortverpflegung.
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