Kleve: Freundschaften für Fahrräder
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 08.07.2009Kleve (RPO). Auf Einladung des Niederländisch-Deutschen Businessclubs Kleve stellten Professor Dr. Marie-Lousie Klotz und Dr. Martin Goch die Hochschule Rhein-Waal vor. 57 Bewerbungen gibt es schon, Laptops werden noch gesucht.
Sie gibt nicht auf. Professor Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der neu gegründeten Hochschule Rhein-Waal (HRW), nutzt jede Gelegenheit, ihr Ziel zu verfolgen. Schließlich sollen alle Studierenden zum Start des Semesters am 21. September ein Fahrrad, einen Laptop sowie ein Handy erhalten.
Und so versuchte sie beim monatlichen Jour Fix des Niederländisch-Deutschen Businessclub Kleve erneut ihr Glück. 14 Zweiräder im Wert von 300 Euro und einen Laptop (450 Euro) hatte Klotz, bevor sie das Studienangebot und die Ausrichtung der Hochschule vorstellte.
Am Ende der Veranstaltung, an der immerhin 90 Mitglieder des Businessclubs teilnahmen, waren es mehr. "Da bin ich knallhart, da spreche ich die Leute direkt drauf an. Ein Abend mit einem Laptop mehr ist ein erfolgreicher Abend", so Klotz.
Kooperation mit HAN
Dass sich das Treffen mit dem Niederländisch-Deutschen Businessclub im Dienstleistungszentrum "Poort van Duitsland – Poort van Holland" gelohnt hat, bestätigte auch Dr. Martin Goch. Der Vizepräsident knüpfte gemeinsam mit Klotz Kontakte. Vor allem in Sachen Hochschulkooperation sind die beiden Gründungsbeauftragten ein ganzes Stück weiter gekommen.
War die Hochschule Arnheim-Nimwegen (HAN) von der Neugründung der HRW im nahegelegenen Kleve zuerst wenig begeistert, können sich die beiden Bildungsstätten jetzt sogar eine Zusammenarbeit vorstellen. "Die Anbahnungsphase ist seit gestern vorbei, jetzt können wir über konkrete Kooperationen nachdenken", so Goch. Angedacht sind zum Beispiel gemeinsame Studiengänge und Forschungsprojekte.
Auch ein Austauschprogramm im Sinne von Erasmus kann sich Klotz vorstellen. Ihr zweites Ziel: Schulabgänger, die sich für ein Studium in den Niederlanden interessieren, für ein Studium an der Hochschule Rhein-Waal begeistern.
Die modernen und international ausgerichteten Studienfächer "Bio Science and Health", "International Business and Social Science" (Englisch) und "E-Government" (Kamp-Lintfort), mit denen die Hochschule zum kommenden Wintersemester an den Start geht, sollen schon einmal Neugierde und Lust der Studierenden wecken.
Und damit haben Klotz und Co. auch Erfolg. Bisher haben sich 57 echte Interessenten aus ganz Deutschland für ein Studium in Kleve und Kamp-Lintfort beworben. "Das ist schon einmal ganz gut, aber wir haben gewiss noch Kapazitäten frei", sagt Goch. Bewerbungsschluss für die Einschreibung ist Mittwoch, 15. Juli.
Eine Professorin eingestellt
Für die neu zu besetzenden Professorenstellen hat die Hochschule Rhein-Waal zahlreiche Bewerbungen zu verzeichnen. "Bei uns sind mehr als 100 Bewerbungen eingegangen. Eine Professorin für Informatik haben wir bereits in Kamp-Lintfort eingestellt. Die restlichen sieben Stellen möchten wir bis zum Ende des Monats besetzen", sagt Klotz.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







