Kleve: Friedrich-Wilhelm-Bad: Rat deckelt die Kosten
VON JÜRGEN LOOSEN - zuletzt aktualisiert: 24.02.2010 - 19:14Der Umbau des Friedrich-Wilhelm-Bades mit Wiederherstellung des ehemaligen Beuys-Ateliers im Museum Kurhaus ist vom Rat der Stadt Kleve am Mittwochabend einstimmig bei zwei Enthaltungen der Offenen Klever Fraktion auf einen Kostenrahmen von 3,365 Millionen Euro gedeckelt worden.
Die Verwaltung wurde beauftragt, die geänderten Zuschussanträge zu stellen. Nicht mehr vorgesehen sind nach diesem Ratsbeschluss die vorbereitenden Maßnahmen einer Klimatisierung sowie ein Teil der Unterkellerung.
Mindestens 100.000 Euro mehr
Vorausgegangen war eine Aufstellung der Planungsgemeinschaft, aus der hervorging, dass inklusive der Summe für baulich vorbereitende Maßnahmen der Klimatisierung der Kostenrahmen mindestens um 100.000 Euro überschritten würde und mit weiteren Steigerungen bei den noch auszuschreibenden Gewerken zu rechnen sei, ohne dass die schon zu beziffern gewesen wären. Kämmerer Willibrord Haas urteilte: „Die Kosten wären in einem solchen Maße gestiegen, dass es unverantwortlich gewesen wäre, eine baulich von vorneherein vorgesehene Klimatisierung vorzuschlagen”.
Auf die Frage von SPD-Fraktionschef Alexander Frantz, ob durch den Verzicht auf eine Klimatisierung Ausstellungen internationalen Standards gefährdet seien, antwortete Haas: „Nein, die sind gar nicht mehr möglich”.
Nach einem kurzen Scharmützel mit der FDP, die den Beschluss jetzt mittrug, sich von Schwarz-Grün aber vorhalten lassen musste, gegen die Sanierung gewesen zu sein, fasste Siegbert Garisch (Grüne) zusammen: „Wir haben eine absolute Perle, da werden wir auch die Deckelung der Kosten mittragen”.
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