Kleve: Fünf auf einen Streich: Eine fruchtbare Apotheke
VON LENA VERFÜRTH - zuletzt aktualisiert: 19.12.2008Kleve (RPO). In der Marien-Apotheke sind innerhalb von drei Monaten fünf Mitarbeiterinnen schwanger geworden. Ihre Ausbeute, fünf gesunde Säuglinge, haben sie in der vergangenen Woche erstmals mit zur Arbeitsstätte gebracht. Die Mitarbeiterinnen sind sich sicher: Es war der Babyvirus.
„Als die Erste kam, war es noch normal, bei der Zweiten auch, das hatten wir schon mal“, erinnert sich Heinz Scholten. Aber dabei blieb es nicht, drei weitere folgten. „Zwei Apothekerinnen, zwei PTAs und eine Kosmetikerin – und alle auf einen Schlag“, so Scholten weiter, „und alle dürfen wiederkommen, wir versuchen, das möglichst familienfreundlich zu gestalten.“ Natürlich, so der Apotheker, habe er sich gefreut, und auch die Kunden hätten viel Verständnis gehabt. Und auch seine eigene Familie war betroffen: Scholtens Sohn Hendrick und seine Schwiegertochter Anneli waren ebenfalls mit im Bunde. Drei neue Mitarbeiterinnen vertreten die fünf pausierenden Mütter nun übergangsweise.
Mit den Babies haben die Kollegen viel Gemeinsamkeiten geschaffen, freut sich Britta Bienemann. Nicht mehr Pülverchen und Salben mischen, Babymassage steht nun ganz oben auf der To-do-Liste der jungen Mütter. Ganz fasziniert werden die Kleinen nun beäugt, Ben schläft, Greta und Matti auch, Maya würde lieber auch weiterschlafen und zieht eine Schnute und Philipp präsentiert die neuesten Frisurentrends à la Beckham – und die Mütter lachen über die sabbernden Zwerge.
„Es gab damals in der Apotheke einen Maxi Cosi zu gewinnen“, erzählt Anne Bremer von der Marien-Apotheke, „alle sind daran vorbeigelaufen, und plötzlich wurden alle schwanger. Als die Fünfte schwanger wurde, hat Hendrick gesagt, der kommt weg.“ Nun ist die ansteckende Phase vorbei, weder Babyvirus noch Maxi Cosi haben in den vergangenen Wochen zu neuem Zuwachs geführt. Vorerst zumindest.
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