Niederrhein: Für Mathe begeistern
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 18.10.2010 - 09:56Niederrhein (RPO). Schüler für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern – das ist das Ziel der Landesinitiative "Zukunft durch Innovation", kurz ZDI.
Die Stiftung "Standort- und Zukunftssicherung Kreis Wesel" will den Auf- und Ausbau eines solchen Zentrums an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort bis Ende 2013 mit rund 30 500 Euro unterstützen. "Das Zentrum leistet einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen an die so genannten MINT-Fächer heranzuführen und für die Karrierechancen in diesem Bereich zu sensibilisieren", begründete Landrat Ansgar Müller, Vorsitzender des Stiftungsrats, die Förderzusage. "Leider bewegen sich noch heute ganze Jahrgänge in dieselbe berufliche Richtung wie ihre Eltern", betonte der Landrat. Dieser Entwicklung soll das Zentrum "Zukunft durch Innovation" entgegenwirken.
Für die Hochschule Rhein-Waal, an der das Zentrum angegliedert ist, ist die finanzielle Unterstützung wichtig: Zwar gab es eine Anschubfinanzierung des Ministeriums, doch sie allein reicht nicht aus, um das Informations- und Kompetenzzentrum auszubauen: "Wir müssen weitere Gelder einwerben", erklärte Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Dekanin des Fachbereichs Kommunikation und Technik.
Stelle ist ausgeschrieben
Dort ist das neue ZDI-Zentrum angedockt. Schon früh sei sie durch Wirtschaftsförderer und Lehrer auf die Landesinitiative aufmerksam gemacht worden, erzählt Schramm-Wölk. "Wir haben jetzt die Chance, einen Mitarbeiter für diese Aufgabe über drei Jahre zu beschäftigen." Die Stelle ist ausgeschrieben, interessante Bewerbungen liegen, so die Dekanin, bereits vor. Die Aufgabe des Mitarbeiters wird es sein, Kontakte zu allen Schulen im Kreis Wesel zu knüpfen, Netzwerke aufzubauen und als Multiplikator erfolgreiche Projektideen zu vermitteln. Präsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz kann es sich gut vorstellen, als Zielgruppe nicht nur junge Leute im Übergang zwischen Schule und Beruf anzusprechen, sondern auch Kindergärten und Grundschulen für Projekte zu begeistern. Die Hochschule hat sich auf den Weg gemacht, Schülern Bedenken vor den MINT-Fächern und Schwellenängste vor der Hochschule zu nehmen. Im Computer-Labor fanden Programmierwettbewerbe für die Unesco-Gesamtschüler statt. Daraus hat sich inzwischen ein regelmäßig stattfindender Treffpunkt entwickelt. Die Schüler haben einen Bibliotheksausweis bekommen. Studenten betreuen darüber hinaus die Facharbeiten, die die Schüler schreiben müssen. Dazu kommen viele gemeinsame Exkursionen. "Wir waren mit Studenten und Schülern auf der Cebit", berichtet Schramm-Wölk.
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