Kleve: Gefahr tief im Süden
VON THOMAS CLAASSEN - zuletzt aktualisiert: 27.08.2007Kleve (RPO). Die Bundesstraße 58 – am Südrand des Kreises Kleve die wichtige Ost-West-Achse, die von Straelen über Issum weiter in den Kreis Wesel führt. Nicht nur an der Kreuzung Barriere seit Jahren ein gefährlicher Unfallschwerpunkt.
kreis kleve/geldern Die Polizei hat nachgemessen. Ist auch gut so. Denn die 1940 Meter Bundesstraße haben es in sich. Nicht mal zwei Kilometer, aber von 2002 bis 2005 41 (in Worten: einundvierzig) Unfälle mit zwölf Schwer- sowie 31 Leichtverletzten: Keine Frage, dass die Bundesstraße 58 zu den traurigen Top Ten der Unfallschwerpunkte im Kreis Kleve gehört. Ein Grund: die starke Belastung. „Die B 58 verläuft als außerörtliche Straße von den Niederlanden und Straelen in Richtung Autobahn 57 und ann weiter über Issum gen Kreis Wesel“, so Polizeihauptkommissar Simmes von der Kreis Klever Polizei. Gerade zwischen dem Zubringer B 9 zwischhen Pont und Geldern und der Kreuzung Barriere ist die B 58 besonders stark belastet. Die meisten Unfälle in diesem Bereich ereigneten sich wegen falschen Einbiegens und Überquerens.
Unaufmerksamkeit rächt sich
Kein Wunder: Beinahe jede Unaufmerksamkeit und der Fahrfehler rächen sich angesichts des Verkehrsaufkommens sofort. So erstaunt es auch nicht, dass (was in der RP-Serie über die UnfallSchwerpunkte bislang nicht vorkam) gleich zwölf Unfälle auf „sonstiges falsches Verhalten“ zurück zu führen sind. Im vergangenen Jahr gab es „nur“ neun Unfälle mit neun Verletzten – bei den Unfallursachen allerdings zeigte sich das gleiche Bild. Anno 2007 erst eine einzige Kollision – warum der Rückgang? Simmes formuliert es so: „Nach der konsequenten Überwachung der Einhaltung der Verkehrsvorschriften wurde die Anzahl der Unfälle im 2006 gegenüber den Vorjahren bereits erheblich gesenkt. – was auch dazu führte, dass es 2007 noch zu keinem schwerwiegenden Unfall in diesem Streckenabschnitt gekommen ist.“ Will sagen: Auf der B 58 wird mittlerweile so häufig kontrolliert, dass man bei zu eiliger Fahrt davon ausgehen kann, erstens angehalten und zweitens zur Kasse gebeten zu werden. Das hat funktioniert.
Mit und ohne Kontrollen – eins ist klar: Bei den meisten Abbiegeunfällen wurde die Geschwindigkeit des Gegenverkehrs unterschätzt. Eine Tatsache, die deutlich macht, dass es bei den Tempo-Kontrollen der Polizei und des Kreises um alles andere als Geldschneiderei geht. Weitere Hauptunfallursache: Missachten der Vorfahrt, insbesondere von Motorrädern und Mopeds. Und auch auf der B 58 gilt, wie bei so vielen Unfallschwerpunkten in der RP-Serie: Es wurde gedrängelt, zu dicht aufgefahren, das Tempo des Vordermannes unterschätzt. Besonders gefährlich sei, so Simmes, die Einmündung Burgstraße bzw. Walbecker Straße mit insgesamt elf Unfällen.
Weitere Kontrollen sollen dafür sorgen, dass das nicht so bleibt ...
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







