Kleve: Generationenwechsel auf dem Bauernhof
zuletzt aktualisiert: 26.05.2008Kleve (RPO). Die Volksbank Kleverland hatte zum Bauernfrühstück eingeladen Kleve. Der Senior übergibt das Unternehmen an den Junior – das ist auch in der Landwirtschaft erstens nicht mehr selbstverständlich und zweitens nicht immer einfach. Über die Herausforderung Generationenwechsel sprach Dr. Gerd Wesselmann. Mit Blick auf die Möglichkeiten der Nachfolgeregelungen für landwirtschaftliche Betriebe ging der Agrarfachmann der WGZ BANK im Landwirtschaftszentrum Haus Riswick nicht nur auf die vom Gesetzgeber verlangten Voraussetzungen ein.
Er gab auch wichtige Hinweise in Sachen Finanzierung, Altersvorsorge und zwischenmenschlichem Miteinander, die der eine oder andere Zuhörer mit persönlichen Erfahrungen unterstrich. Für das Publikum vom grünen Fach ebenfalls hoch interessant war der Vortrag von Ralf Stephany, der als Rechtsanwalt und Steuerberater die neuen Abgaben an den Staat ins Visier nahm. „Erbschaftssteuer und Abgeltungssteuer – da kommt auf die Landwirte einiges zu“, sagte das Mitglied der Geschäftsleitung PARTA Buchstelle für Landwirtschaft und Gartenbau aus Bonn: „Sie haben allerdings in den nächsten Monaten noch die Möglichkeit, die Weichen für sich, Ihre Familie und Ihren Betrieb richtig zu stellen.“
Die Hinweise und Ideen sorgten für rege Diskussionen, in denen auch die Berater der Volksbank nützliche Tipps gaben. Für Vorstandssprecher Frank Ruffing war das Bauernfrühstück wieder ein Erfolg: „Das war heute die fünfte Auflage. Es hat sich gezeigt, wie wichtig den Landwirten in unserer Region dieser Austausch auch über Themen ist, die so mancher immer noch nicht offen besprechen mag. Über Geld zum Beispiel, über das Finanzamt – oder über die Zukunft des eigenen Hofes und wie die eigenen Kinder darüber denken.“
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