Kleve: Gesünder ohne Qualm
zuletzt aktualisiert: 06.02.2008Kleve (RPO). Mit dem heutigen Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, die Zeit, in der wir beispielsweise auf Fleisch, Alkohol und Süßkram verzichten sollten. Doch wie wär’s, als weitere Idee des Verzichts, ab heute die Finger von der Zigarette zu lassen?
Schließlich ist bereits im vergangenen Jahr bereits das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln in Kraft getreten. Ulrich Schlotmann berichtete im Gespräch mit RP-Redakteurin Kerstin Olañeta, wieso es sich jederzeit lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören.
Als Nichtraucherin frage ich mich: Ist’s wirklich so schwierig, mit dem Rauchen aufzuhören?
Ulrich Schlotmann Nikotin besitzt ein sehr starkes Suchtpotenzial. Körper und Geist wehren sich zunächst mit aller Kraft gegen den Entzug des geliebten Genussgiftes. Daher muss bei einem abstinenzwilligen Raucher wirklich die Erkenntnis vorhanden sein, dass Lebensqualität und Freiheit ohne Zigaretten deutlich erhöht sind und man sich insgesamt fitter und gesünder fühlt.
Und wenn der Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, nun ganz fest gefasst ist . . .?
Schlotmann Dann muss der Raucher bei der Umsetzung unterstützt werden. Eine gute Möglichkeit ist die Nikotin-Ersatztherapie. Medizinische Nikotinprodukte wie Kaugummis, Pflaster oder Nasensprays helfen, den Teufelskreis der Abhängigkeit zu durchbrechen. Die Wahl des Präparats und die Dauer der Anwendung hängen vom Grad der Sucht ab – manche brauchen die Produkte nur wenige Wochen, andere Monate.
Was bewirken solche Ersatz-Präparate denn?
Schlotmann Die teilweise rezeptpflichtigen Ersatzpräparate lindern die quälenden Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit, Angst, Depressionen, Konzentrationsstörungen oder Schlaflosigkeit, die häufig zu einem Rückfall führen. Vor der Entwöhnung sollten sich Raucher aber auf jeden Fall vom Arzt oder Apotheker beraten lassen, welches Nikotinpflaster für sie geeignet ist. Das gilt vor allem für Jugendliche, Frauen, die schwanger sind oder stillen sowie chronisch Kranke und Menschen mit Herzproblemen. Begleitende Maßnahmen, wie zum Beispiel viel Wasser zu trinken und sich mehr zu bewegen, können bei der Entwöhnung helfen.
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