Kreis Kleve: GEW: Lehrer dringend notwendig
zuletzt aktualisiert: 24.11.2009 - 12:37Die Kreis Klever Schulen würden um weitere Stellen betrogen, die nicht nur in Brennpunktschulen dringend benötigt würden, äußert sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur ausgesetzten Ausschreibung von Lehrerstellen.
Walter Seefluth von der GEW fordert die vier Klever Landtagsabgeordneten auf, sich der Wirklichkeit zu stellen und für Entspannung auf dem Schulmarkt durch Einstellung junger Pädagogen zu sorgen. Hier gebe es die größten Klassen und die wenigsten Lehrer deutschlandweit wie der Familienatlas 2007 bestätige. Grundschulen seien weit unter 100 Prozent besetzt, Unterricht falle aus, weil der Vertretungspool nicht funktioniere. Krankheit und Mutterschutz könnten nicht vertreten werden und Fördermaßnahmen würden dem Lehrermangel geopfert.
Zum Hintergrund: Die Bezirksregierung Düsseldorf teilte am Freitag, 20. November, mit, dass versehentlich 600 Lehrerstellen zuviel ausgeschrieben wurden. Die Panne sei durch eine fehlerhafte Rechenmethode aufgetreten.
Im Kreis Kleve sind von der Behördenpanne insgesamt 25 Lehramtswärter betroffen. Sie stehen nach dem erfolgreich abgeschlossenen Examen nun erst einmal ohne Job da.
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