Bedburg-Hau: Golfresort auf dem Vormarsch
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 09.08.2010 - 11:27Bedburg-Hau (RPO). Vor einem Jahr erwarb Sander van Gelder den insolventen Golfpark. Seitdem heißt er Schloss Moyland Golfresort. Nicht nur der Name ist neu. Das alte Clubhaus wurde umgebaut, die Alte Post gekauft. Im September Anbau?
Er war nicht sein bestes Jahr. Sander van Gelder (72), Präsident des Schloss Moyland Golfresort, musste viele Steine aus dem Weg räumen, bevor er in Bedburg-Hau durchstarten konnte. Ein herunter gewirtschafteter Betrieb, eine pflegebedürftige Golfanlage und dazu auch noch jede Menge Skepsis. Dem hat er sich widersetzt. Man merkt ihm an, mittlerweile macht ihm Moyland Spaß. Es tut sich was.
Vor genau einem Jahr, im August 2009, hat van Gelder den insolventen Golfpark am Schloss Moyland gekauft. Fortan heißt das 175 Hektar große Gelände "Schloss Moyland Golfresort". Damit kennt er sich aus. Schon 1977 erwarb er das Resort Vale do Lobo in Portugal – eine 450 Hektar große Anlage, die er zum größten Luxusresort an der Algarve ausbaute. Dort begrüßte er königliche Hoheiten und Staatsoberhäupter. Dort organisierte er die Portugal Open der PGA European Tour und das Tennisturnier der ATP Champions Tour. Fußballteams wie Real Madrid und Manchester United kamen zur Saisonvorbereitung nach Portugal. Auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wohnte während der EM 2004 in Vale do Lobo.
Zahlen und Fakten
Eigentümer: Europe's Finest Präsident Sander van Gelder.
Geschäftsführer: Jan Baumann
Größe des Geländes: 175 Hektar
Clubhaus: zur Zeit 200 m², zukünftige Baufläche 21.380 m².
Hotel (geplante Fläche): 10.000 m² mit 120 Suiten
Golfakademie: Winterbergshof mit 30 Suiten, Spa- und Wellnessbereich.
Phase 1 ist abgeschlossen
Mit Moyland hat er in den nächsten vier Jahren Ähnliches vor. Ein zweiter 18-Loch-Meisterschaftsplatz, ein neues Clubhaus, das zehnmal so groß sein wird als das bisherige, ein zusätzliches Trainingscenter im Winterbergshof mit Spa- und Fitnessbereich sowie 30 Suiten. Und zum Schluss ein Fünf-Sterne-Hotel mit 120 Suiten. Das vergangene Jahr diente dabei zur Vorbereitung. Im September, wenn die Genehmigungen kommen, könnte der Startschuss erfolgen - zumindest für das neue Clubhaus.
"Phase 1 ist abgeschlossen", sagt van Gelder. Diese beinhaltete neben der Planungsphase den Umbau des alten Clubhauses, den Kauf der Alten Post sowie die Instandsetzung der bestehenden 18-Loch-Anlage. Zehn Prozent des Gesamtvolumens setzte er dafür ein, sieben Millionen Euro. Dafür erstrahlt das Clubhaus nun in neuem Glanz, wurde die Terrasse um 220 Quadratmeter erweitert. Die Alte Post bekam neue Decken und Böden sowie ein modernes Mobiliar. Seit Juli hat dort ein Bistro geöffnet, Ende August soll der Fine-Dining-Bereich fertig werden.
Herzstück ist und bleibt aber die bestehende 18-Loch-Anlage, die Jan Baumann – ehemals Head-Greenkeeper, jetzt Geschäftsführer – mit zehn Greenkeepern, neuen Maschinen und einer erneuerten Beregnungsanlage auf Vordermann gebracht hat. "Wir bieten ganzjährig schnelle Grüns, von Hand geschnitten", so Baumann.
Der Platz war es auch, der Sander van Gelder dazu bewog, die Anlage zu kaufen und 70 Millionen Euro in die Hand zu nehmen. "Er ist der Schönste in NRW", so van Gelder. Er selbst spielt einmal in der Woche Golf, mag lieber den damit verbundenen Lifestyle. Die Menschen, die Events, die Autos. Er fährt einen schwarzen Mercedes mit Luxusausstattung, trägt ein jeansfarbenes Jacket mit Brillanten-besetzter Sicherheitsnadel und einen Siegelring an der Hand. Sein Blick richtet sich derweil gen Zukunft.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







