Kleve: Grenzenlos Rad fahren
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 29.10.2009Kleve (RPO). "Lekker fietsen" heißt das Radroutennetzwerk, das es seit Juni in der Region Nimwegen und seit gestern auch in den Städten und Gemeinden Emmerich, Kleve und Kranenburg gibt. Drei neue Routen wurden erschlossen.
Emmerich/Kleve/kranenburg Ob er es diesen Herbst noch schafft, das weiß er nicht genau. Fest steht: Günter Steins, Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg und leidenschaftlicher Fahrradfahrer, wird spätestens im nächsten Frühjahr eine der drei neuen Radrouten, die gestern Morgen auf dem Marktplatz in Kranenburg in das grenzüberschreitende Radroutennetzwerk integriert wurden, ausprobieren. Das Ganze nennt sich "lekker fietsen". "Einen schöneren Namen hätte man sich dafür wohl nicht ausdenken können", so Steins.
1000 Kilometer Radroute
Das Radroutennetz, das die Stadsregio Arnhem Nijmegen zusammen mit 15 Gemeinden entwickelte, wurde im Juni auf niederländischer Seite eröffnet. Mit Erfolg. "Bisher wurden 100 000 Fahrradkarten auf der Internetseite www.lekkerfietsen.nl kostenlos heruntergeladen. Und für unsere deutschen Kunden haben wir natürlich jetzt die Homepage www.lekkerfietsen.de freigeschaltet", sagt Hanneline Oosting-Adriaansens vom Regionaal Bureau voor Toerisme Knooppunt Arnhem-Nijmegen (rbt KAN).
Eigene Routen erstellen
Sie möchten selbst eine Route erstellen? Kein Problem! Unter www.lekkerfietsen.de können Interessierte eine ganz individuelle Tour zusammenstellen. Dort findet man auch weitere Informationen zum Radroutennetz sowie zu Fahrradarrangements. Zudem steht die VVV Tourist Infostelle Kranenburg, Bahnhofsstraße 15, für Fragen und Antworten zur Verfügung. www.vvvkranenburg.nl
Die insgesamt 1000 Kilometer lange Fahrradstrecke führt zu den schönsten Plätzen der Region und verbindet Nord-Brabant, Noord-Limburg Veluwe, Riverland, Achterhoek und ab jetzt auch die deutschen Kommunen Kranenburg, Kleve und Emmerich. Dazu gibt es mehr als 300 Knotenpunkte mit Hinweistafeln, an denen die Radfahrer sich über die Geschichte des Ortes, die Sehenswürdigkeiten oder die Bedeutung der Straßennamen informieren können.
In Zusammenarbeit mit dem Regionaal Bureau voor Toerisme, Kleve Marketing, der Stadt Emmerich sowie der Gemeinde Kranenburg sind ebenfalls Broschüren entwickelt worden, die drei unterschiedliche Routen auf deutscher Seite enthalten: die Reichswaldroute mit 36 Kilometern, die Grenzgebietroute, die etwa 44 Kilometer lang ist, und die Rheinroute mit 45 Kilometern Strecke. "Die Reichswaldroute ist sicherlich vielen bekannt, aber die Grenzgebiet- und Rheinroute wurden ganz neu entwickelt und zeigen interessante Landschaften", so Oosting-Adriaansens .
Das sieht Johannes Diks, Bürgermeister der Stadt Emmerich, genauso. "Ich bin sehr froh, dass wir jetzt in das grenzüberschreitende Radroutennetzwerk integriert sind", so Diks. Vorteile sieht er vor allem bei der genaueren Planung der jeweiligen Strecken. "Ich kann genau sehen, wohin ich fahre, wie viele Kilometer noch vor mir liegen und gegebenenfalls auch abkürzen."
Info Eine Beschreibung der drei Radrouten sowie mehr Fotos von der Eröffnung gibt es im Internet unter www.rp-online.de/kleve.
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