Kleve: Große Gewerbeflächen verkauft
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 16.07.2009Kleve (RPO). Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Kleve (WfG): Kommunikation mit dem Klever City-Netzwerk ist gut, im vergangenen Jahr wurden große Gewerbeflächen an Unternehmen verkauft und viele Arbeitsplätze geschaffen.
Die Lightex-Ruine im Klever Industriegebiet war für Viele Zeichen des wirtschaftlichen Niedergangs und der stagnierenden Entwicklung in Kleve – jetzt könnte sie zum Symbol eines moderaten Aufschwungs im mit der neuen Industriestraße prosperierenden Industriegebiet werden. Denn wenn auch die Krise Wunden ins Klever Industriegebiet schlägt, steht die Stadt mit ihrem in weiten Teilen vollzogenem Strukturwandel trotz Krise gut da. Während die Wirtschaftsförderung im Jahr 2007 gerade mal 1 335 Quadratmeter Gewerbeflächen an Betriebe brachte, waren es 2008 schon 21 356 Quadratmeter. "Wir werden auch in 2009 auf eine ähnlich hohe Quadratmeterzahl kommen", sagt Kleves Wirtschaftsförderer Rudolf Röhrl. Auch die Lightex-Ruine ist verkauft. An einen Betrieb aus der Bauchemie, der dort bis zu 130 Arbeitsplätze schaffen will. "Das ist die Firma Tillmann aus den Niederlanden", sagt Röhrl.
WfG-Beirat
WfG-Beirat: Vorsitz Frank Ruffing, Stellvertreter Dr. Harald Korth. Manfred Bergsch, Spectro, Dr. Irretier, Industrieberatung, Peter Fleischmann, Ipsen, Eric Janssen, Bedachungen, Nina Kiesow und Susanne Rexing, Einzelhandel, Ernst Michels, Aditus, Lothar Quartier, Metzger, Wilfried Röth, Sparkasse, Ute Schulze-Heiming.
Behälterfahrzeug
Nicht nur Tillmann kommt aus den Niederlanden: Ein Betonröhren-Hersteller aus dem Nachbarland wird 70 bis 80 Arbeitsplätze in Kleve schaffen und hat eine Fläche gekauft. Der Betrieb Koopmann bringt zehn Arbeitsplätze, Welgro-Behälterfahrzeugbau 15 und schließlich BR-Networksolutions, ein Sicherheitssystem-Hersteller, weitere 15 Arbeitsplätze in die Kreisstadt. Insgesamt wurden 2007 und 2008 acht Unternehmen hier angesiedelt.
"Kleves Wirtschaft ist in der Breite inzwischen sehr gut aufgestellt", sagt Volksbank-Vorstandschef Frank Ruffing, der zugleich Vorsitzender des Beirates der Klever Wirtschaftsförderung ist. Der Beirat verzahnt die Wirtschaftsförderung mit Betrieben und Handel. Inzwischen wird das Klever Industriegebiet durch viele mittlere und kleinere Betriebe geprägt.Für die Niederlande sind die Klever Grundstücke spannend, weil die Preise hier deutlich niedriger sind: kostet dort Gewerbefläche 120 bis 150 Euro / Quadratmeter, liegen die Preise in Kleve zwischen 22 und 30 Euro, so Röhrl. Der Industrieofenbauer Ipsen, der jüngst 140 Mitarbeiter entließ, war davor mit 350 Arbeitern der größte Arbeitgeber. Ein Nackenschlag für Kleve ist auch die angekündigte Schließung von National Starch.
Eine Umfrage unter den Klever Betrieben ergab, dass aber nicht nur Neuansiedlungen, sondern vor allem auch Bestandspflege und Erweiterungsmöglichkeiten für hiesige Betrieb gefragt ist. "Auch das sind Ziele, die der Wirtschaftsförderung vom Beirat als Jahresziel vorgegeben sind – und von ihr umgesetzt werden", sagt Ruffing.
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