Kreis Kleve: Gute Noten für den Kreis
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 21.01.2009Kreis Kleve (RPO). Druckfrisch, 64 Seiten stark, optisch wie inhaltlich gut aufgestellt: der Kreisverwaltungsbericht 2005 – 2008, den Landrat Wolfgang Spreen jetzt mit Stolz vorstellte. Mit einem Problem hat er immer noch zu kämpfen.
Wolfgang Spreen ist stolz. Nicht ohne Grund. Denn der Landrat des Kreises Kleve präsentierte jetzt den Verwaltungsbericht der Jahre 2005 – 2008. Druckfrisch ist dieser, ganze 64 Seiten stark und macht optisch wie inhaltlich einen sehr soliden Eindruck. "Von den Kreisen in Nordrhein-Westfalen hat der Kreis Kleve den niedrigsten Gesamtumlagesatz. Damit belastet er die kreisangehörigen Kommunen finanziell so gering wie kein anderer in NRW", sagt Spreen. Eine nachhaltige Ausgabe- und Einnahmepolitik hätten zudem dazu beigetragen, dass sich sowohl der Kreis Kleve, als auch die 16 Städte und Gemeinden derweil nicht in der Haushaltssicherung befinden.
"Bürgerferne"
Gute Nachrichten, die der Verwaltungschef da im Kreishaus präsentierte. Spreen verfiel dennoch nicht in Freudentrubel. Denn das größte Problem bleibt nach wie vor bestehen: das Imageproblem. Er spricht von "Bürgerferne". "Viele Bürger wissen einfach nicht, was der Kreis Kleve eigentlich macht."
Auch aus diesem Grunde gibt es den Kreisverwaltungsbericht im Din-A4-Format. Gegliedert nach den sechs Fachbereichen der Behörde ist darin alles Wichtige und Wesentliche zusammengefasst, verständlich niedergeschrieben.
Zu den Aufgaben des Kreises gehört beispielsweise die Gewährleistung von Leistungen für Arbeitssuchende, die Organisation des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), die Einrichtung und Pflege von Natur- und Landschaftsschutzgebieten sowie die Tierseuchenbekämpfung und der Tierschutz. "Ebenfalls für die Integration von Migranten wird im Kreishaus eine Menge bewegt", sagt Spreen, der nicht nur Verwaltungsoberhaupt, sondern auch Chef der Kreispolizei und des Rettungsdienstes ist.
Zwei Arbeitsbereiche liegen dem Landrat jedoch besonders am Herzen: Zum einen der Airport Weeze, den er von Anfang an unterstützt hat. "Mit rund 1,5 Millionen Passagieren im Jahr 2008 und etwa 1000 Arbeitsplätzen hat sich der Flughafen hervorragend entwickelt", erklärt Spreen. Zum anderen der Kreis Kleve als neuer Fachhochschulstandort. "Das ist ein Meilenstein für die Entwicklung des Kreises und bedeutet neben wirtschaftlichem Schwung auch neue Möglichkeiten für die Bildung unserer Jugend vor Ort", so der Landrat.
Gemeindeprüfungsanstalt
Eine positive Einschätzung, die ebenfalls von anderen geteilt wird. So hat die Gemeindeprüfungsanstalt der Kreisverwaltung in etlichen Aufgabenbereichen eine gute Arbeit bescheinigt.
Info Interessierte können den kompletten Verwaltungsbericht des Kreises Kleve im Internet unter www.kreis-kleve.de nachlesen. Gedruckte Exemplare liegen im Kreishaus an der Nassauerallee 15-23 in Kleve aus oder können telefonisch unter 0 28 21 85 128 bestellt werden.
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