Kleve: Gutes Jahr für die Sparkasse
VON GUIDO SCHWARTGES - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 18:57Das Unternehmen verwaltet insgesamt 2,3 Milliarden Euro für ihre Kunden. Von Kreditklemme ist für die Kunden nichts zu spüren auch nicht in diesem Jahr. Von dem Ergebnis profitieren auch gemeinnützige Organisationen.
Zum Jahresende 2009 hatte die Sparkasse Kleve 356 Mitarbeiter. 131 davon in Teilzeit. „Wir möchten unsere gut ausgebildeten Mütter nicht verlieren”, so van Zoggel. Acht der 26 Auszubildenden sind jetzt fertig geworden und hatten ein Übernahmeangebot. Zwei entschieden sich zum Studieren, die anderen wurden übernommen.
Der Sparkasse Kleve geht es gut. Diese Bilanz zogen der Vorstandsvorsitzende Rudi van Zoggel und Vorstandsmitglied Wilfried Röth für das Geschäftsjahr 2009 in einer Pressekonferenz. „Die Finanzkrise hat uns bislang unbeeinträchtigt gelassen”, erklärte van Zoggel. Die Bank sei froh in der schwierigen Zeit ihre Marktführerschaft zu halten. Insgesamt 2,3 Milliarden Euro haben die Kunden der Sparkasse anvertraut. Bei angenommenen 90.000 Menschen in ihrem Geschäftsgebiet und mehr als 88.000 Spar- und Anlagekonten hat theoretisch fast jeder Einwohner ein Konto bei der Sparkasse.
Handwerk merkt Krise nicht
„Das Handwerk in der Region merkt die Krise eigentlich nicht”, meint van Zoggel. Probleme gebe es im Export orientierten Maschinenbau und Automobilbereich. Und auch im produzierenden Gewerbe sei eine Neuansiedlung wichtig für die Region. Und die viel beschrieene Kreditklemme? „Ist für uns ein absolutes Fremdwort”, sagte Röth. Mehr als 113 Millionen Euro an bewilligten Krediten stehen bereit. Aber bei den Kunden ist momentan keine Nachfrage dafür vorhanden. Investitionen werden, wenn möglich weiter nach hinten verschoben. Und: „Unsere Eigenkapitalbasis erlaubt uns noch jede Menge neue Geschäfte”, so Vorstandsmitglied Röth auch in diesem Jahr.
Rund 117 Millionen Euro wurden 2009 an Darlehen vergeben, davon sind 56 Millionen Euro in die privaten Immobilienfinanzierungen geflossen. „Die Leute bauen weniger, aber sie modernisieren”, sagte der Vorstandsvorsitzende. Und was gab es sonst neues bei der Sparkasse? Die Ganzheitliche Beratung ist forciert worden. So ist auch eine eigene Provinzial Versicherungsagentur an den Start gegangen, die mehr als 1000 Versicherungsabschlüsse im vergangenen Jahr machte. Und auch das Netz der Selbstbedienungs-Service-Center wurde weiter ausgebaut. Insgesamt elf SB-Center ergänzen jetzt die zehn Geschäftsstellen des Unternehmen. 224,2 Millionen Euro wurden an den Automaten aus- und 115,7 Millionen Euro eingezahlt.
Online-Angebot
Ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung des „Online-Bereichs” der Bank. Bei der Sparkasse, so van Zoggel, müssten sich die Kunden aber nicht für eine der beiden Multikanalschienen entscheiden. Wer das Online-Angebot nutzt, kann seine Geschäfte trotzdem auch in einer der Filialen abwickeln.
Eins ist für van Zoggel und Röth sicher: „Das Jahr [2009] geht mit deutlich schwarzen Zahlen aus.” Für die Sparkasse Kleve sei es ein sehr gutes Ergebnis. Und auch die gemeinnützigen Organisationen der Region haben an diesem Erfolg teil. 368\x0e000 Euro ließ die Bank ihnen 2009 zukommen.
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