Bedburg-Hau: Hallenbad soll saniert werden
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 16.12.2010Bedburg-Hau (RPO). Die CDU Bedburg-Hau hat sich entschieden: Nach den Haushaltsberatungen spricht sie sich für den Erhalt des BedburgerNasses aus. Dabei folgt sie dem Vorschlag der Verwaltung, das Hallenbad in vier Abschnitten zu sanieren.
Die CDU-Fraktion hat getagt, beraten und entschieden. Das Ergebnis: Nach Meinung der Bedburg-Hauer Christdemokraten soll das Hallenbad in Schneppenbaum saniert werden. Das gab Silke Gorißen, Partei- und Fraktionsvorsitzende, auf Anfrage der Rheinischen Post bekannt.
Sportförderung
"Das Hallenbad war uns immer wichtig. Und nach eingehender Prüfung der Haushaltslage sind wir nun zu dem Entschluss gekommen, dass wir es auch weiterhin erhalten möchten", so Gorißen. Dabei schließt sich die Fraktion dem Vorschlag der Verwaltung an. Demnach soll das BedburgerNass künftig in vier Abschnitten saniert werden.
"Wir denken, dass der Haushalt diese Lösung tragen kann", sagt Gorißen – auch wenn es mal anders aussah. Die Politikerin spricht damit das sensible Thema "Sportförderung" an. "Im vergangenen Jahr konnten wir uns das nicht mehr leisten. Aber ich möchte jetzt schon darauf hinweisen, dass es im Januar einen runden Tisch gibt, bei dem genau dieses Thema noch einmal neu und ergebnisoffen beraten wird", so Gorißen.
Das Hallenbad
Eröffnung: Januar 1975
Ausstattung: Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken
Nutzer: Familien, Vereine und Schulen
Kurse: Babyschwimmen, Kleinkinderschwimmen, Aqua-Fitness, Anfängerschwimmkurse, Wassergymnastik, fortgeschrittene Schwimmkurse und Schwimmtraining. Abnahme von Schwimmabzeichen für Kinder/Jugendlichen.
Preise: Erwachsene 2,80 Euro, Kinder und Jugendliche 1,40 Euro.
Öffnungszeiten: Mo: 14-21, Di: 6-9, Mi: 6-9 und 14-21, Do: 6-8 und 14-16, Fr: 6-9 und 14-21, Sa: 8-13, So: 9-15, feiertags: 9-14 Uhr. Altweiber bis Veilchendienstag, Ostern und Christi Himmelfahrt geschlossen.
Kosten für die Gemeinde: Etwa 250000 Euro pro Jahr.
Kontakt: Rosendaler Weg 10a, Bedburg-Hau, Tel. 02821 60090.
Falls es also zum Beschluss Hallenbadsanierung kommen sollte, würden die technischen Anlagen im Jahr 2011 erneuert werden. 2012 und 2013 wäre dann der Innenausbau an der Reihe. Zum Schluss, im Jahr 2014, würde die Fassadensanierung erfolgen. Das Ganze macht etwas mehr als eine Million Euro, Kredite sollen dafür nicht aufgenommen werden. "Die liquiden Mittel der Gemeinde reichen aus", so Gorißen.
Die Vorteile dieser Aufsplittung liegen auf der Hand: Einerseits wird der Bedburg-Hauer Haushalt, der nach Aussagen des Kämmerers Georg Fischer im Jahr 2012 wieder schuldenfrei sein soll, nicht auf einmal mit den immensen Sanierungskosten belastet. "Und andererseits müssen wir dadurch das Schwimmbad wahrscheinlich jeweils nur in den Ferien schließen und könnten so das Schulschwimmen weiterhin gewährleisten", sagt Gorißen weiter.
Die Kosten, die nach den Planungen der CDU und der Verwaltung auf die Gemeinde zukommen, wären Folgende: 288.000 Euro für die technischen Anlagen, 384.000 Euro für den Innenausbau und 480.000 Euro für die Fassade. "Allerdings sprechen wir auch über zwei investive Maßnahmen, die über mehrere Jahre abgeschrieben werden könnten", sagt Gorißen.
Georg Fischer erklärt auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Abschreibungen den Haushalt 2011 mit etwa 7200 Euro, 2012 und 2013 mit etwa 14500 Euro und 2014 mit etwa 26500 Euro belasten würden. "Allerdings sind das erst unsere ersten Kalkulationen", so der Kämmerer.
Ob auch etwas am Konzept des Hallenbades verändert werden soll, oder sich die Eintrittspreise für die Besucher erhöhen werden, ist derzeit noch unklar. "Es hat viele Gespräche mit den Bürgern gegeben und dabei wurden auch einige Anregungen an uns herangetragen. Zum Beispiel im Bereich der Öffnungszeiten. Doch das wird erst der zweite Schritt sein. Jetzt einmal ging es um die Frage: 'Hallenbad Ja oder Nein' und wir sagen Ja!"
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