Kleve: Halsbrecherisch: Jungs auf Pocketbike
zuletzt aktualisiert: 05.10.2006Kleve (RPO). Sie sind klein, sie sind höllisch schnell und (selbst-)mordsgefährlich. Im öffentlichen Straßenraum sind sie nicht nur aus diesem Grunde auch verboten. Aber immer wieder tauchen diese Pocketbikes, diese „Taschenräder“ also, trotzdem in der Öffentlichkeit auf.
So geschehen am Montagnachmittag in Kleve. Da wurden zwei 13-jährige Jungen auf dem Treppkesweg auf eben so einem Pocketbike erwischt. „Die beiden waren in Richtung Wald gefahren und dann auf die Verbindungsstraße zwischen Treppkesweg und Kuhstraße abgebogen“, so Polizei-Sprecher Heinz van Baal. Da kam gegenverkehr – in Form eines Motorradfahrers. Die beiden Jungs wendeten – und überholten den Motorradfahrer! Der alarmierte daraufhin die Polizei.
Streifenbeamte hatten die beiden Jungs auf ihrem Mini-Motorrad dann auch rasch gesichtet. Heinz van Baal: „Einer der beiden Jungen hatte das Minibike erst unmittelbar zuvor zum Geburtstag geschenkt bekommen.“ Ein Aufkleber auf dem in Asien produzierten Pocketbike mache ganz deutlich, dass es nicht für die öffentliche Straße zugelassen ist. Van Baal: „Zudem sollten die kleinen Zweiräder nur mit entsprechender Schutzkleidung gefahren werden.“ Das leuchtet ein, wenn man sich vor Augen führt, dass die Dinger durchaus Tempo 60 schaffen. Da aber weder Rahmen noch bremsen dafür ausgelegt seien, „kann das Fahren mit ihnen auf öffentlichen Straßen schon fast als lebensgefährlich bezeichnet werden“, so Heinz van Baal. „Eltern sollten ernsthaft überlegen, ob sie ihren Kindern derart gefährliche Geräte überlassen wollen!
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







