Niederrhein: Handel: 2009 besser als gedacht
zuletzt aktualisiert: 24.03.2010Niederrhein (RPO). Einzelhandelsverband Niederrhein meldet nach Umfrage: "Stimmung für 2010 nicht schlecht." Ein neuer Rekord wurde bei den Ausbildungsverträgen erzielt. Verband wehrt sich gegen Kritik an verkaufsoffenen Sonntagen.
Freiwillig
Der Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Niederrhein ist für Duisburg und den Kreis Wesel zuständig. Die Mitgliedschaft im Verband ist freiwillig.
Er gehört wie auch der Regionalverband in Kleve der Arbeitsgemeinschaft der Einzelhandels- und Dienstleistungsverbände am Niederrhein an.
Der Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Niederrhein hat die Ergebnisse seiner Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen bekannt gegeben. Alfred Walzer, Vorstandsvorsitzender, sagte: "Die Umsätze im Einzelhandel in 2009 sind besser ausgefallen, als dies von vielen unserer Kollegen erwartet wurde."
Die Zahl der Unternehmen, die zumindest das 2008er-Ergebnis erreichten bzw. ein leichtes Umsatzplus erzielen konnten, lag bei über 60 Prozent. Dieses Ergebnis zeige, dass sich der Konsument noch nicht von der Weltwirtschafts- und Finanzkrise hat nachhaltig beeinflussen lassen, so der Verband. Obwohl die zweite Jahreshälfte 2009 schlechter bewertet wurde, habe das stabile Weihnachtsgeschäft mit zum guten Jahresergebnis beigetragen. Aber 38,5 Prozent der befragten Unternehmen meldeten Umsatzrückgang.
Optimisten in der Überzahl
Wie der Vize-Verbandsvorsitzende Dr. Ulrich F. Kleier anführte, sind die Aussichten für 2010 "gar nicht so schlecht". Niedrige Zinsen veranlassen manchen Kunden, Anschaffungen in mittel- und langfristigen Konsumgütern zu planen, so Dr. Kleier weiter – etwa Einrichtungsgegenstände, Elektronikartikel, aber auch Textilien, Spielwaren oder Hausratsartikel. Die Einzelhändler am Niederrhein gingen mit verhaltenem Optimismus ins Jahr 2010, wie die Umfrage ergab. Mit fast 67 Prozent wurde im Vergleichszeitraum von fünf Jahren der höchste Wert erzielt, während die Gruppe der Pessimisten im Verhältnis zum Vorjahr erheblich abgenommen hat (11,7 zu 20,5 Prozent im Vorjahr).
Die Zahl der Arbeitslosen in verkäuferischen Berufen hat sich erhöht. Eine Auswertung der Zahlen der Arbeitsagenturen in Duisburg und Wesel hat ergeben, dass der Bestand an Arbeitslosen um 7,4 Prozent angestiegen ist. Aber: der Einzelhandel hat sein Rekordergebnis 2008 bei der Ausbildung von jungen Menschen 2009 nochmals überboten: Mit 1022 neu abgeschlossenen Lehrverträgen wurde das Ergebnis des Vorjahres um 8,1 Prozent übertroffen. Drei Viertel der Betriebe wollen die Ausbildungskapazität konstant halten, 15,4 Prozent sogar anheben.
Heftig geworden ist der Widerstand gegen verkaufsoffene Sonntage. "Die teilweise hitzige Diskussion verstehen wir nicht", so Hauptgeschäftsführer Wilhelm Bommann. Bis zu vier örtliche verkaufsoffene Sonntage sind möglich. Diese Regelung habe sich im Verbandsgebiet bewährt und die Umfrage hätte ergeben, dass 91,5 Prozent der Befragten die NRW-Regelung für völlig ausreichend halten und ein Mehr ablehnen, so Bommann. Er betonte, dass die Hauptgottesdienstzeiten bei den entsprechenden Anträgen berücksichtigt würden. Es gehörte "schon zur Stärkung des kommunalen Selbstbewusstseins, sich in den Städten bzw. Stadtteilzentren maximal vier Mal im Jahr zu treffen".
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







