Kreis Kleve: Hannelore Kraft besucht Airport Weeze
VON MARC CATTELAENS - zuletzt aktualisiert: 01.04.2010 - 19:01SPD-Landeschefin Hannelore Kraft besuchte am Donnerstag den Flughafen Weeze. Sie zeigte sich überzeugt, dass Investor Herman Buurman das Darlehen in Höhe von 24,5 Millionen Euro fristgerecht an den Kreis Kleve zurückzahlt.
Vom Flughafen Weeze ist die SPD-Landtagsfraktionschefin bislang noch nie abgehoben. Dennoch findet sie den Airport „beeindruckend”. Wie Hannelore Kraft beim Ortstermin am Donnerstagnachmittag in Weeze bekräftigte, sei es ihr wichtig, dass der Flughafen seine „euregionale” Bedeutung weiter ausbaue.
"Investor wird zurückzahlen"
Angesprochen auf die noch ausstehende Tilgung des Darlehens in Höhe von 24,5 Millionen Euro, das der Kreis Kleve Herman Buurman gewährt hatte, sagte Kraft: „Ich kann den Investor zwar nicht beurteilen, aber ich gehe davon aus, dass er seinen Vertrag erfüllt.” Auch die SPD-Landtagskandidaten Norbert Killewald und Bodo Wißen, die zur Delegation der Flughafen-Besucher gehörten, schlossen sich dieser Ansicht an.
Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber legte Hannelore Kraft aktuelle Zahlen zum Flughafen vor.
So habe der Airport im vergangenen Jahr 2,4 Millionen Passagiere vorweisen können und sei gegenüber 2008 um 60 Prozent gewachsen.
Auch im ersten Quartal 2010 betrage die Wachstumsquote 20 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Am Flughafen arbeiteten 1100 Menschen.
Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber sprach von einer „immensen Bedeutung”, die die Unterstützung der Landesregierung für den Airport habe. „Die letzten Jahre waren stürmisch. Für uns ist es wichtig, dass der Flughafen weiter begleitet wird von einer aktiven Politik im Land”, sagte van Bebber weiter.
Erinnerung an den Fragenkatalog
Stichwort stürmische Zeiten: Norbert Killewald erinnerte an den Fragenkatalog zur Airport-Parkfläche, den der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Roland Katzy und Geschäftsführer Thorsten Rupp an Landrat Wolfgang Spreen geschickt hatte (RP berichtete). Killewald: „Viele Bürger haben kritische Fragen.” Dieses Thema wurde aber weder von Hannelore Kraft noch von Ludger van Bebber aufgegriffen.
Wichtig sei es, so Kraft, dass der Flughafen jetzt endgültige Rechtssicherheit erlange. „Die rechtliche Entwicklung scheint mir aber auf einem sicheren Weg zu sein”, sagte die SPD-Landesvorsitzende. Bodo Wißen betonte, dass es wichtig sei, dass das Luftverkehrskonzept überarbeitet und aktualisiert werde. „In den letzten fünf Jahren ist außer Ankündigungen nichts passiert”, sagte Wißen.
Beim Thema Infrastruktur waren sich Politiker und Flughafen-Chef einig, dass verkehrsbauliche Maßnahmen bald umgesetzt werden müssen. Van Bebber: „Wir hätten gerne einen Verteilerkreis und Kreuzungsanpassungen.” Killewald prognostizierte, dass die Umgehungsstraße OW 1 2012 gebaut werden könne. Van Bebber sah das eher skeptisch: „Ich will Sie nicht pessimistisch stimmen, aber vielleicht werden doch eher Gerichtsverfahren abgewartet, ehe mit dem Bau begonnen wird.”
Zum Abschluss ihres Besuches sah sich Hannelore Kraft noch einmal genau die Anzeigetafeln mit den Destinationen an. Doch zu einem Flug von Weeze aus wird es wohl so schnell nicht kommen. „Ich fahre lieber ins Sauerland.”
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