Kreis Kleve: Hier kommt "Theo"
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 21.09.2009Kreis Kleve (RPO). Theo Brauer, 60 Jahre alt, ist Bürgermeister von Kleve. Das heißt, er ist Oberhaupt der Stadt, Chef des Rathauses und Vorsitzender des Gemeinderates. Er kümmert sich – und zwar 24 Stunden am Tag.
Der Dachdeckermeister verlegt Ziegeln, der Landwirtschaftsmeister kümmert sich um Tier und Feld und der Maurermeister baut Häuser. Und der Bürgermeister, was macht der? Jedenfalls keine Bürger bauen, das steht schon einmal fest. Vielmehr ist er Oberhaupt einer Stadt oder Gemeinde, in der er lebt. In Kleve ist das Theo Brauer. Ihr wisst schon, der Mann, mit dem großen, ansteckenden Lachen.
Für das Amt des Bürgermeisters kann man sich bewerben, aber es gibt keinen Chef, der entscheidet, ob man den Job bekommt oder auch nicht. Vielmehr sind es die Bürger, du und ich, die entscheiden, wer Bürgermeister einer Stadt wird. Er wird also gewählt. Aber auch nur für eine bestimmte Zeit. Neuerdings sind das sechs Jahre, zuvor waren es nur fünf.
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Als Bürgermeister hat Theo Brauer jede Menge zu tun. "Ein 80-Stunden-Job, Tag und Nacht", so beschreibt es selbst. Da bleibt meist wenig Zeit für Familie und Freunde, aber "Theo" – so wie ihn viele nennen – macht das gern. So ist er Chef über alle Mitarbeiter des Rathauses. Etwa 800 Menschen sind das in Kleve. Das Rathaus ist übrigens auch sein Arbeitsplatz. Dort muss man hin, wenn der Kinderausweis abgelaufen ist.
Zudem ist Theo Brauer Vorsitzender des Gemeinderates. Das ist eine Versammlung mit vielen, verschiedenen Politikern. Dort muss er Entscheidungen für die Stadt treffen. Da geht es beispielsweise um die Gestaltung von Spielplätzen oder den Bau von Schulen. Um diese Dinge kümmert er sich übrigens besonders gern. Schließlich war "Theo", bevor er Bürgermeister wurde, Lehrer an der Schule für Lernbehinderte in Kleve.
Die dritte Aufgabe ist das Repräsentieren der Stadt. Das heißt, er geht zu ganz vielen Veranstaltungen, Festen und Geburtstagen. Das macht er, um den Kontakt zu seinen Bürgern zu halten. Manchmal muss er auch bestimmte Bürger auszeichnen. Wenn sie zum Beispiel eine gute Tat gemacht haben. Das findet er besonders schön.
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