Kleve: Hochschule über Grenzen
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 24.11.2009 - 19:00Kleve (RPO). Am Dienstag stellten die Hochschulen Rhein Waal (HRW) in Kleve und die Hogeschool Arnhem/Nijmegen (HAN) den ersten Schritt für eine intensive künftige Kooperation vor. Die HAN betreut Niderländisch-Kurse für Klever Studenten.
Sie betrachten sich nicht als Konkurrierende im Rennen um die Studenten diesseits und jenseits der Grenze zwischen Arnheim/Nimwegen und Kleve. Ganz im Gegenteil: Am Dienstag machten die Hogeschool Arnhem-Nijmegen (HAN) und die Hochschule Rhein-Waal (HRW) einen ersten Schritt aufeinander zu, dem bald weitere folgen werden.
Intereg-Mittel
„Wir haben unterschiedliche Studienangebote und sehen viele Möglichkeiten, wo wir uns ergänzen können”, sagt Drs. Will Bongaerts, Projektleiterin der HAN für Grenzüberschreitende Kooperationen mit Blick auf HRW-Präsidentin Prof. Marie-Louise Klotz. Auch Klotz bestätigte, dass man an konkreten Projekten arbeite, um ein grenzüberschreitendes Hochschulangebot aufstellen zu können, das sowohl die deutsche Hochschule für Niederländer als auch die niederländische Hochschule für deutsche Studenten attraktiv mache. „Es gibt viele Ideen, von denen wir nach eingehender Prüfung auch zeitnah die ersten vorstellen werden”, so Klotz. Die HRW habe ja von Beginn an unterstrichen, dass sie die günstige Lage im Dreieck von Het KAN zur vorbildlichen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den niederländischen Hochschulen nutzen werde.
„Wenn unsere Studierenden Niederländisch lernen wollen, dann sollten wir uns die Experten aus den Niederlanden ins Haus holen”, beschrieb Prof. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal den ersten Schritt auf den Weg zu einer grenzüberschreitenden Kooperation.
Diese Experten betreuen zunächst Studenten am Studienort Kleve, die Kurse beginnen morgen.
Das soll bis Mitte Januar schriftreif sein, weil sich bis dahin die beteiligten Hochschulen auch um Intereg-Mittel der EU und um Mittel der Euregio bewerben möchten. „Wir unterstützen solche Bemühungen”, sagt Joachim Kaufmann von der Euregio Rhein-Waal.
Erster Schritt
Dabei ist der erste kleine Schritt schon jetzt getan: Um die niederländische Sprach-Kompetenz der Klever Studenten zu verbessern, kooperieren HAN und HRW ab Donnerstag mit Sprachkursen. Manja Mekking von der HAN wird einen Niederländisch-Kursus für die Studenten der HRW in Kleve geben. „Die Kurse starten sofort, morgen werden die ersten zehn Studenten ihren Sprachkurs aufnehmen”, sagt Klotz. Damit wird das Sprachenlernen im Rahmen des Studium universale komplettiert: Studierende in Kleve können Business Englisch, Spanisch, Chinesisch, Russisch und jetzt eben auch Niederländisch lernen. „Das Sprachenlernen muss natürlich mit den Angeboten aus den entsprechenden Studiengängen und den zeitplänen der Studierenden koordinierbar sein”, sagt Klotz.
Dabei bedienen die Niederländisch-Lehrer der HAN zunächst den Studienort Kleve, Kamp-Lintfort hat einen anderen Lehrer.
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