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Niederrhein: Hochschule verleiht Flügel

VON JÜRGEN LOOSEN - zuletzt aktualisiert: 02.11.2009 - 12:59

Niederrhein (RPO). Tag 1 der Gewerbeimmobilien-Messe Expo Real in München: NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper besuchte Standort Niederrhein GmbH. Agrobusiness und Gewerbeflächen auch im Mittelpunkt.

Die Hochschule Rhein-Waal fest im Blick (v.l.): Moderator Tom Hegermann, Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz und Landrat Wolfgang Spreen.   Foto: RPO
Die Hochschule Rhein-Waal fest im Blick (v.l.): Moderator Tom Hegermann, Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz und Landrat Wolfgang Spreen. Foto: RPO

Kreis  Kleve Der Minister kam zu früh. Kein Problem: Am leuchtend-orangeroten Niederrhein-Stand der 12. Internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien namens Expo Real in München warfen die Macher mit dem kompetenten Moderator Tom Hegermann einfach das Programm um, damit NRW-Landesbauminister Lutz Lienenkämper das 121 Quadratmeter umfassende Niederrhein-Hoheitsgebiet inmitten der Erdball umspannenden Präsentation sozusagen inoffiziell eröffnen konnte. Mit den Worten: "Ich freue mich, denn ich bin selbst ein Niederrheiner."

Erfolgskurs

Einer von vielen Höhepunkten am Tag 1 der Selbstdarstellung eines Riesen-Gebietes, denn unter dem Dach vereint sind die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Neuss, Viersen, Wesel und zum zweiten Mal nach der erfolgreichen Vorjahrs-Premiere der Kreis Kleve. Dessen "Kracher" des Tages erzeugte Interesse auf allen Ebenen. Gemeint ist die Vorstellung der Hochschule Rhein-Waal (HRW), die auf einem geradezu schwindelerregenden Erfolgskurs ist. Landrat Wolfgang Spreen lobte im Gespräch mit Hegermann den großen Zusammenhalt der 16 Kommunen und der Politik und staunte noch heute über die Geschwindigkeit bei der Umsetzung, "in der man normalerweise noch nicht mal einen Kindergarten hinkriegt!".

Info

Minister kommt

Lutz Lienenkämper, Nordrhein-Westfalens Landesminister für Bauen und Verkehr, gab gestern im Gespräch mit der CDU-Kreistagsfraktionschefin Ulrike Ulrich in München die Zusage, für einen Tag in den Kreis Kleve zu kommen. Dann will er die Leuchtturm-Projekte Airport Weeze, Hochschule Rhein-Waal in Kleve sowie Hafen Emmerich besuchen und sich selbst ein Bild machen.

Im Blickpunkt des Interesses natürlich vor allem die Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, die bilanzierte: "Wenn alle an einem Strang ziehen, dann kann so etwas klappen. Die Hochschule verleiht Flügel." Ihrer Ansicht nach biete die HRW in Kleve die "Innovation, Dinge umzusetzen, die eine alteingesessene Hochschule gar nicht leisten kann". So wolle man etwa "interdisziplinär und international arbeiten" und Studiengänge teils in englischer Sprache anbieten. Die Wirtschaft sei "sehr weise, wenn sie das Modell aufgreift" und habe "eine Superchance, qualifiziertes Personal auszusuchen und zu binden".

Beim Thema "Raum für Investitionen", Motto der ausrichtenden Kreis Klever Wirtschaftsförderung, bekamen die drei Bürgermeister Johannes Diks (Emmerich), Theo Brauer (Kleve) und Dr. Bruno Ketteler (Rees) die Gelegenheit, ihre Standortvorteile anzupreisen "am Rande von NRW, aber mitten in Europa". Letztes Kreis-Thema des Auftakt-Tages in der Bayern-Metropole war das Agrobusiness-Feld, erläutert vom Kreis Klever Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers und Straelens Kollegen Uwe Bons. Auf die Frage Hegermanns nach der Bedeutung des Begriffs antwortete Kuypers kurz und prägnant: "Dazu gehört für uns all das, was auf dem Feld beginnt und auf dem Teller beendet ist." Klangvolle Namen wie Bofrost, Bonduelle, Katjes oder Diebels wurden von Kuypers genannt, aus dessen Feder auch der Leitspruch stammt "Qualität hat ein Zuhause!"

Uwe Bons charakterisierte das Agrobusiness als "Alleinstellungsmerkmal im Kreis". Angesprochen auf die Hochschule Rhein-Waal wies Kuypers auf das Zukunftsfeld Agro-Tourismus hin, "denn im Bereich Tourismus haben wir die Zahlen in 20 Jahren verdreifacht auf heute 850 000 Gäste im Jahr". Was Tom Hegermann zu dem Spruch verleitete: "Man muss schon eine sehr ausgeschlafene Region sein, um mehr Übernachtungen erzielen zu können." Dem widersprachen weder Kuypers noch Bons.

Quelle: RP

 
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