Kreis Kleve: Hochschule zeigt ihr Gesicht
VON KATRIN HAAS - zuletzt aktualisiert: 17.01.2011 - 10:15Kreis Kleve (RPO). Am Tag der offenen Tür informierten sich Interessierte über das Studium an der Hochschule Rhein-Waal an den Standorten Kleve und in Emmerich. Studenten schätzen das junge Alter der Hochschule als Vorteil ein.
Die Chance, etwas zu bewegen, seine Professoren von Angesicht zu Angesicht zu kennen: an einer riesigen Hochschule eher unwahrscheinlich. In Kleve gehört das noch dazu. Die Hochschule Rhein-Waal (HRW) stellte sich am Tag der offenen Tür in Kleve und am vorübergehenden Standort Emmerich Studieninteressierten vor.
Im ersten Hörsaal raucht eine gelbe Flüssigkeit in den Händen des Professors, im zweiten extrahieren Studenten unter der Anleitung ihrer Professorin die DNA einer Besucherin. In Vorträgen informierten sich interessierte junge Erwachsene über das Studium in Kleve. Und ließen sich direkt bei der Studienberatung zu der Finanzierung Tipps geben.
Noch eine offene Tür
Der Tag der offenen Tür findet am dritten derzeitigen Standort in Kamp-Lintfort erst am nächsten Samstag, 22. Januar, von 11 bis 16 Uhr statt.
Auch dort stellen die Professoren und Studenten ihre Fakultät "Kommunikation und Umwelt" Schülern und anderen Studieninteressierten sowie der interessierten Öffentlichkeit vor.
Die Anforderungen der Zukunft
"Unsere Studiengänge sind auf die zukünftigen Anforderungen ausgerichtet", sagt Professor Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule. Interdisziplinär und international – für Klotz zwei grundlegende Bestandteile der Ausbildung. Über das Sprachenzentrum erweitern die Studierenden ihren Wortschatz, ob in Englisch, Chinesisch, Russisch – oder auch in Deutsch als Fremdsprache.
Das Angebot ist übrigens freiwillig und in keinem Lehrplan zu finden. Die Studenten absolvieren im sechsten Semester ein Praxissemester oder gehen ein Jahr ins Ausland. Es liegt in ihrer Eigenverantwortung, sich bis dahin gut in den Fremdsprachen auszukennen.
Die Hochschule Rhein-Waal ist noch jung. Das sehen die Studenten als einen großen Vorteil: "Die Technik ist neu und topmodern", sagt Dominik Gründler, er studiert im ersten Semester "Qualität, Umwelt, Sicherheit und Hygiene". Seine Mitstudenten Michael te Kaat und Steffen Bucksteeg bestätigen, die Professoren seien hoch motiviert und die Studenten hätten noch die Chance, etwas zu bewegen. Verbesserungsvorschläge seien immer willkommen.
Das sieht auch die Präsidentin so: "Wir überprüfen uns ständig selber." Stolz ist sie vor allem darauf, dass ihre Hochschule seit etwa einer Woche auf der Internetseite des chinesischen Bildungsministeriums anerkannt wurde. So besteht nun auch für chinesische Eltern ein Grund mehr, ihre Kinder am Niederrhein ausbilden zu lassen.
Zum Wintersemester bietet die HRW sechs neue Studiengänge an: in Emmerich Industrial Engineering, Electronics, International Relations, Alternativer Tourismus und den Master of Business Administration. In Kleve beginnen mit dem Semester 2011/2012 Agribusiness und in Kamp-Lintfort Media Communication and Computer Science.
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