Niederrhein: IHK: Der Aufschwung gewinnt an Kraft
zuletzt aktualisiert: 08.02.2011 - 15:47Mit der wirtschaftlichen Entwicklung am Niederrhein geht es seit nunmehr einem Jahr konstant aufwärts. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind gut gefüllt, die Investitionsbereitschaft nimmt weiter zu, und der Aufschwung macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.
Dies geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hervor, an der sich rund 280 Unternehmen mit 45.000 Beschäftigten beteiligt haben.
Laut IHK-Umfrage sind 89 Prozent der Betriebe mindestens zufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation, darunter 38 Prozent, die sogar die Konjunkturnote "gut" vergeben (Herbst 2010: 32 Prozent). Ein Grund hierfür ist die Auftrags- und Ertragslage, die sich im Jahresverlauf spürbar verbessert hat. Auch für die kommenden Monate gehen die Unternehmen davon aus, dass das Wachstum anhält, jedoch mit verringerter Stärke. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger: "Die wirtschaftliche Erholung findet auf breiter Basis statt. Das zeigt sich auch in den Plänen vieler Betriebe, die zusätzliche Mitarbeiter einstellen wollen."
Zahl der offenen Stellen steigt
Aktuell ist der IHK-Konjunkturklimaindex, der die regionale wirtschaftliche Lage sowie die Erwartungen der Unternehmen zusammenfassend widerspiegelt, auf den bisherigen Höchststand von 127 Punkten angestiegen (Herbst 2010: 124). Der Vergleich mit der Talsohle im Krisenjahr 2009 (77 Punkte) verdeutlicht Ausmaß und Tempo des wirtschaftlichen Wachstums.
Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf ist mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen. Dafür sprechen die gegenwärtig gute Ausgangslage, der Nachfrageschub, das niedrige Zinsniveau und die zunehmende Zahl offener Stellen. So kommen derzeit auf jedes Unternehmen, das mit einer Abschwächung rechnet, fünf Betriebe mit positiven Erwartungen. Es werden aber auch Risiken für die weitere Entwicklung gesehen. Dazu gehören die steigenden Energie- und Rohstoffkosten, der sich verstärkende Fachkräftemangel und die Diskussion um die Stabilität in der Eurozone.
Die Beschäftigungssituation stärkt die Kaufkraft, und die Investitionsausgaben nehmen im Zuge des Aufschwungs deutlich zu. Beides führt zu einem Nachfrageschub. Der Arbeitsmarkt bleibt robust. So kommen auf jeden Betrieb, der für 2011 von einer rückläufigen Belegschaftszahl ausgeht (13 Prozent), nahezu zwei Betriebe mit positiven Beschäftigungserwartungen (23 Prozent). Zwei von drei Unternehmen (64 Prozent) gehen von einer stabilen Beschäftigungslage aus.
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