Kleve: Im Wahlkampf immer lieb sein
zuletzt aktualisiert: 26.09.2006Kleve (RPO). Beim Herbstfest des Klever Tiergartens wählten 352 Kinder, wie berichtet, ihren Liebling. Seehunddame „Lisa“, Gewinnerin der ersten Wahl 2005, musste sich mit einem Verlust von 3,5 Prozentpunkten zufrieden geben und landete mit 20,4 Prozent abgeschlagen auf Platz 3. Der neue „Star“ des Tiergartens, das drei Monate alte Poitou-Eselfohlen „Lia“, schoss von Null auf 21,1 Prozent. Strahlender Sieger ist der Kleine Panda „Popey“, der sich mit 23,1 Prozent der Stimmen (Vorjahr: 16,1 Prozent) durchsetzte. RP-Redaktionsmitglied Birgitta Ronge sprach mit dem kuscheligen Sieger.
Herr Popey, was sagen Sie zu Ihrem überraschenden Sieg?
Panda Popey: Nun, ich war total überrascht. Ich hätte nie damit gerechnet, dass mich die Kinder so mögen. Natürlich macht mich das Wahlergebnis auch ein wenig stolz. Das zeigt doch, dass ich einen guten Wahlkampf geleistet habe.
Was meinen Sie damit?
Popey: Ich war immer lieb und nett und habe intensiv auf die Körperpflege geachtet. Das meine ich ganz ehrlich: Im Gegensatz zu anderen verspreche ich nichts, was ich dann nicht halte.
Sind Sie mit den Jahren vielleicht weise geworden?
Popey: Das wird wohl so sein. Ich bin jetzt schon 12 Jahre alt, da hat man nicht mehr viel vor. Ich bin ruhiger und gemütlicher geworden und verstecke mich nicht mehr so oft im Baum. Da können mich die Besucher auch öfter sehen. Im Wahlkampf ist es ja wichtig, dass man sich bei den Wählern blicken lässt.
Was sagen Sie zum Ergebnis?
Popey: Die Konkurrenz hier im Tiergarten ist stark. Wie in der großen Politik zeigt das Ergebnis, dass es sich um ein Kopf-an-Kopf-Rennen handelte.
Wie feiern Sie Ihren Sieg?
Popey: Ich denke, meine Frau „Harfa“ und ich werden groß essen gehen. Normalerweise gibt´s Bambus und süßes, matschiges Obst wie Bananen und Trauben. Zur Feier des Tages hoffe ich aber, dass mir mein Wahlkampfteam mal ein Küken spendiert.
Und dann laden Sie zur Party?
Popey: Nein. Ich schätze, ich werde mich in meine schöne große Eiche legen, sie bietet viel Raum zur Entspannung. Ich muss diesen Sieg erst einmal verdauen.
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