Niederrhein: Innovativ und international
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 27.07.2009Niederrhein (RPO). Mehr als 190 Bewerbungen, zwei neue Professoren und Interessenten aus ganz Deutschland: Die Geschichte der Hochschule Rhein-Waal ist eine Erfolgsgeschichte. Am 21. September geht sie weiter, dann ist Semesterstart.
Die Hochschule Rhein-Waal (HRW) rennt. Unermüdlich und rasend schnell. Beinahe täglich gibt es neue Erfolgsmeldungen. Die aktuellen: Mehr als 190 Bewerbungen, zwei neue Professoren, am 10. August starten die ersten Einschreibungen. Ein Rückblick: In der vergangenen Woche stand weder der Einschreibungstermin fest, noch gab es Einstellungen. Die Anzahl der Bewerbungen hatte die 190er Marke ebenfalls noch nicht geknackt. Wie gesagt, die Hochschule Rhein-Waal rennt, ihr Zugpferd ist Marie-Luise Klotz.
Das Konzept ist stimmig
Die Präsidentin hat es zusammen mit Martin Goch, Vizepräsident, geschafft, innerhalb nur eines halben Jahres eine neue Hochschule aufzubauen – innovativ und international. Dabei fahren die beiden eine strikte Aufgabenteilung. Während er für die inneren Angelegenheiten wie Wirtschafts- und Personalverwaltung zuständig ist, ist sie das Gesicht der Hochschule. Klotz fährt von Termin zu Termin, knüpft Kontakte, aus denen dann Kooperationen oder Industriespenden erfolgen. Dass dieses Konzept stimmig ist, belegen die Zahlen.
HRW – so geht es weiter
Anfang August: Der vorläufige Standort in Kamp-Lintfort wird eröffnet. Die endgültige Standortfrage in Kamp-Lintfort – Innenstadtlage oder Umbau der bestehenden BenQ-Handyhallen – ist noch nicht geklärt.
10. August: Die Hochschule Rhein-Waal (HRW) startet mit der Einschreibung.
14. September: Die Brückenkurse beginnen.
21. September: Semesterstart und Einführungswoche.
Mit 150 Studierenden wollten Klotz und Goch am 21. September in Kleve und Kamp-Lintfort starten. Mittlerweile gibt es mehr als 190 Bewerbungen – Tendenz steigend. Dabei hat sich die Mehrheit, etwa 42 Prozent, für "Bio Science and Health" entschieden. Ungefähr 37 Prozent der Bewerber möchte "International Business and Social Sciences" in Kleve studieren, 14 Prozent E-Government in Kamp-Lintfort. Der Rest favorisiert das duale oder berufsbegleitende Studium. "Bio Science and Health und International Business and Social Sciences in Kleve sind überbucht. Hier starten wir mit dem Auswahlverfahren, Schulnoten entscheiden. Bei E-Government in Kamp-Lintfort können wir noch Bewerber aufnehmen", so die Präsidentin.
Ansonsten ist das Verhältnis der Studierenden aber ausgeglichen. So kommen 53 Prozent der Bewerber aus den Kreisen Kleve und Wesel. "Die restlichen 47 Prozent stammen aus der Welt", so Klotz. "Von A wie Aschaffenburg über M wie Morristown bis S wie Stuttgart." Ebenfalls die Geschlechterverteilung ist gleich. "Für Bio Science and Health haben sich etwas mehr Frauen beworben, für International Business and Social Sciences und E-Government etwas mehr Männer. Insgesamt liegt das Verhältnis bei 50:50", so Klotz – wie bei den beiden Gründungsbeauftragten.
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