Kleve: Internationale Schwafu-Klasse
VON MARC CATTELAENS - zuletzt aktualisiert: 21.02.2011 - 12:51Kleve (RPO). Tolle Premierensitzung bei den Schwanenfunkern. Das "Trio Kaputto" und "Pogge Wem" in Bestform ließen die Stadthalle Kopf stehen. André Budde eroberte mit seinem Operngesang das Publikum wie einst Paul Potts.
Getreue ihrem Motto "Schwafu International" lieferten die Schwanenfunker in der Stadthalle eine Premierensitzung von sozusagen internationaler Klasse ab. Sitzungspräsident Fred Quinkertz ermunterte das Publikum, richtig Stimmung zu machen: "Ein Nachbar hat sich beschwert. Die Stadthalle ist jetzt so gut isoliert, dass es ihm zu leise ist; er kann die Funker-Sitzung nicht mehr hören."
Michael Rübo nahm als "Klever Narr" bei seinem karnevalistischen Jubiläum – er hatte den 11. Auftritt – das politische Weltgeschehen auf die Schüppe, frei nach dem Motto: "Wenn ich sowas seh' und das international, dann wird Politik für mich zum Karneval." Prinz Michael, der Flammende, stimmte als "Wölfsken" in der Stadthalle ein Wolfsgeheul an. Seinen Prinzenorden erhielten Erich Billion und Udo Janssen.
Sonderapplaus
Mit einem Sonderapplaus wurden Lisa van Heek, Jana Köhler und Eva Janhsen für ihren Gardetanz belohnt. Die Gruppe der Schwänchen war bis auf diese drei Tänzerinnen geschrumpft. Dennoch stellten Lisa van Heek, Jana Köhler und Eva Janhsen sich der Aufgabe und ihrem Publikum. Sitzungspräsident Fred Quinkertz: "Das hat es überhaupt noch nie gegeben. Die Drei haben aus der Not eine Tugend gemacht und führen einen Solo-Gardetanz mit drei Personen auf." Und der kam beim Publikum bestens an.
Bruno Kleindorp trat als Mauer in die Bütt und ließ sich über die Klever Baumaßnahmen der letzten Monate aus. Im Fokus: das Stadthallen-Foyer mit seinen automatisch öffnenden Türen. Kleindorp: "Das Ding ist so durchdacht, das ist nicht nur ein Eingang, sondern auch ein Ausgang." Die "Funkerblaagen" begeisterten das Publikum mit ihren mehrstimmigem Gesang unter dem Motto "Herzlich willkommen in unserer schönen Klever Welt."
Michael Hövelmann alias "de Buur" kam im Radler-Dress. Im herrlich breiten Klever Platt erzählte er von einem Fahrradausflug mit seiner Frau. Die Radlerhose sei so eng gewesen, dass "gewisse Pausen" nicht möglich gewesen seien, berichtete Hövelmann. "So 'ne Radlerbux, in der kannse eigentlich nur mit Pampers fahren."
Der Funkerchor startete ab Weeze mit einer musikalischen Weltreise. Herausragend: André Budde, der als Tenor die Arie Nessun dorma zu "ich bin ein Klever Kind" ummünzte und das Publikum mit seiner Sangeskunst im Sturm eroberte wie einst Paul Potts. Direkt darauf folgte mit dem Auftritt des "Trio Kaputto" ein weiterer Höhepunkt des Abends. Nachdem Frank Janssen von einem 23 Stundenkilometer schnellen Ausflug mit dem Trecker über die A 57 berichtet hatte, brachten er, Jan Vierboom und Stefan Quinkertz das Lied "Mein Herz schlägt nur für Kleve" zu Gehör und begeisterten damit das Publikum. Super: Der musikalische Seitenhieb auf die Lokalpresse "Immer die gleichen Köppe" zur Melodie von Billy Joels "We didn't start the fire". Bei der Ballade "Kleve, es geht nicht ohne Dich" erhob sich das Publikum von seinen Plätzen. Herbert Krahnen strapazierte die Lachmuskeln gemeinsam mit Michael Rübo beim "Zwiegespräch". Bernd Thiele hatte mit seinen erfolglosen Abnehmversuchen die Lacher auf seiner Seite. Toll war die Bütt von Wilhelm Lievertz alias "Pogge Wem", der sich auf Flugreisen mit Ryanair immer weit weg von der Tür setzt, weil die Fluglinie schließlich zehn Prozent ihrer Passagiere verloren hat.
Man darf sich freuen auf die 3. Sitzung am Samstag 26. Februar!
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