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Kleve: Kandidaten aus sechs Ländern

VON JÜRGEN LOOSEN - zuletzt aktualisiert: 15.08.2011

Kleve (RP). "KSDS: Kleve sucht die Spitzenleute" für die Posten als Wirtschaftsförderer und Museumsleiter. 41 Bewerber wollen Rudolf Röhrls Nachfolge antreten, darunter ein Chinese. Und sogar 47 wollen Chef der Museen werden.

Nachfolger gesucht: Ex-Wirtschaftsförderer Rudolf Röhrl. Foto:  Evers
Nachfolger gesucht: Ex-Wirtschaftsförderer Rudolf Röhrl. Foto: Evers

Sprücheklopfer Dieter Bohlen nimmt noch bis heute Bewerber für die neue Staffel von "DSDS" (Deutschland sucht den Superstar) an, Kleves Bürgermeister Theo Brauer hat seine Bewerber für "KSDS" (Kleve sucht die Spitzenleute) schon auf dem Schreibtisch liegen. Es sind zwar keine Zigtausende wie bei Bohlen, aber die Zahlen können sich mehr als sehen lassen: Für die Nachfolge von Rudolf Röhrl als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (WfG) der Stadt Kleve liegen insgesamt 41 Bewerbungen vor, für die Nachfolge von Guido de Werd als Museumschef gibt es sogar 47 Bewerbungen.

Wie attraktiv die Stellen sein müssen, zeigt ein Blick auf die Absender: die insgesamt 88 vorliegenden Kandidaten stammen aus sechs Ländern, die Aspiranten auf den WfG-Posten aus Deutschland, Belgien und China (!), die Museumsleiter-Anwärter aus Deutschland, Belgien, Niederlande, Österreich und der Schweiz.

Info

Kurzfristig vom Tisch

Nach der Verlängerung des Vertrags von Stadtmarketing-Chefin Ute Schulze-Heiming bis 2017 (wir berichteten) und der aufgenommenen Suche nach dem neuen Chef der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft urteilt Kämmerer Willibrord Haas über die von ihm selbst angedachte mögliche Zusammenlegung der beiden Gesellschaften mit einem Chef: "Das ist kurzfristig vom Tisch, aber langfristig bleibt das auch weiter für uns eine Option".

Die Auswahlverfahren

Kämmerer Willibrord Haas erläuterte im Gespräch mit der RP, dass die Auswahlverfahren in beiden Fällen gleich nach den Sommerferien beginnen werden – allerdings sind die Entscheidungsprozesse verschieden. Für die Suche nach dem Wirtschaftsförderer wird eine Kommission gebildet, in der sich neben der Verwaltungsspitze auch Vertreter der Klever Ratsfraktionen und zwei externe Personalberater befinden werden. Die "Jury" wird aus den 41 Kandidaten "einige aussuchen und zum Bewerbungsgespräch einladen", sagt Haas, der "nach einer ersten Sichtung von einer hervorragenden Qualität" der Bewerber spricht. Das Verfahren werde sich voraussichtlich bis zum Jahresende hinziehen, aber bis spätestens zur letzten Ratssitzung des Jahres 2011, im Dezember, soll eine Entscheidung über die wichtige Personalie im Stadtrat gefällt werden.

Nachfolger gesucht: Ex-Museumsleiter Guido de Werd. Foto: Evers

Parallel dazu läuft die Auswahl des neuen Museumsleiters, die gleichfalls nach den Sommerferien in die entscheidende Phase gehen wird. Hier besteht die Kommission aus der Verwaltungsspitze, Vertretern des von Klaus Hommel geleiteten Freundeskreises der Klever Museen, einer Personalberaterin und den beiden externen Experten Prof. Dr. Eugen Blume, der als Kurator im Museum Hamburger Bahnhof in Berlin arbeitet, und Ulrich Wilmes, der als Hauptkurator im Haus der Kunst in München tätig ist. Auch in diesem Fall werden sich ausgesuchte Kandidaten persönlich vorstellen, wobei einer bereits fest steht, weil bekanntlich der amtierende kommissarische Leiter des Klever Kurhauses, Dr. Roland Mönig, seinen Hut in den Ring geworfen hat. Den Unterschied zur Auswahl des WfG-Chefs formuliert Willibrord Haas: "Bürgermeister Theo Brauer beabsichtigt, die Ratsfraktionen einzubeziehen, aber letztlich handelt es sich hier um eine Entscheidung des Bürgermeisters". Auch der Museumschef soll bis Jahresende feststehen, so dass unterm Weihnachtsbaum im Klever Rathaus zwei neue Spitzenleute neben der Krippe stehen dürften.

Quelle: RP/jul


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