Kleve: KCN: Stadt muss sich besser vermarkten
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 17.09.2010Kleve (RPO). Das Klever City-Netzwerk begrüßt die wachsende Studentenzahl in Kleve und engagiert sich bei der Semestereinführungswoche der Hochschule Rhein-Waal. Allerdings müsse sich Kleve als Hochschulstadt besser positionieren. Hier seien Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung gefragt, dies zügig nach draußen zu tragen und damit für Kleve zu werben.
Das Klever City Netzwerk (KCN) hat eine Vision von Kleve, die bald in Erfüllung gehen sollte: "Wir möchten, dass sich die Menschen auch abends nach Geschäftsschluss gerne in der Innenstadt aufhalten, dass man die gute Atmosphäre hier genießt, die schönen Häuser herausstellt und sich zum Bier oder zum Wein trifft. Dass die Studenten fester Bestandteil im Leben der Stadt sind und Kleve sich als Hochschulstandort etabliert hat", sagt Susanne Rexing, Vorsitzende des Klever City-Netzwerkes.
Das ist die Vision – doch der Weg dahin scheint weit. "Wir als KCN können ja nur beraten. Um Kleve als Hochschulstadt zu etablieren und langfristig Studenten an den Niederrhein zu locken, müssen sich Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung engagieren. Da muss schon jetzt viel mehr nach draußen getragen werden", sagen Rexing und KCN-Sprecher Reinhard Berens. Das KCN könne diese Arbeit nicht übernehmen.
Stadtfest-Thema: Studenten
Nach "Innen" arbeit das Klever City-Netzwerk schön kräftig an der Studentenstadt. "Die Studenten und die Lehrenden sind für uns wichtige Faktoren in der Stadt, natürlich auch künftiges Kundenpotenzial", sagen Rexing und Berens. Deshalb wird es bald ein mit dem KCN organisiertes Stadtfest zum Thema Hochschule und Studenten geben. Zusätzlich möchte das KCN die Bedarfe ermitteln: "Wir wollen wissen, was die neuen Klever wünschen, was müssen wir bieten, wie können wir studentisches Leben in Kleve unterstützen", sagt Berens. Zusätzlich beraten die Arbeitskreise des KCN mit Immobilienbesitzern, wie man Probleme mit studentischem Wohnen in den Griff bekommt. Zum Semesterbeginn in Kleve gibt es vom Citynetzwerk für jeden Studenten einen Gutschein für die geplante Kneipentour am Montag, 20. September. "Damit möchten wir gleichzeitig die Studenten auch zur Mitarbeit einladen", sagt Berens. Man möchte damit eine Lücke schließen und die Studierenden möglichst einbinden, wenn es darum geht, den Hochschulstandort zu etablieren.
Schönste Fassade
Zur Vision des KCN, dass man künftig gerne in Kleves City verweilt, gehören aber auch die Fassaden der Häuser, sagt Rexing. Nach der jüngsten Zukunftswerkstatt der RP und der Volksbank Kleverland hat es bereits Kontakte zwischen dem Klevischen Verein, den Klever Architekten und dem KCN gegeben. "Wir überlegen, einen Preis für die schönste Fassade in der Innenstadt zu vergeben", so die Vorsitzende.
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