Kreis Kleve: Keine Hochschule wächst so schnell wie die HRW
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 30.04.2010 - 17:13Sie ist der Sebastian Vettel unter den Hochschulen in Nordrhein Westfalen - die Hochschule Rhein-Waal (HRW). "Noch Grün hinter den Ohren, aber unheimlich fix", sagt Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) bei feierlichen Grundsteinlegung am Freitagmorgen auf dem Hochschulareal am Hafen in Kleve. Was für ein Vergleich.
Vor rund 200 geladenen Gästen aus der Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie rund 50 Studenten wurde am Freitag der Grundstein für den Bau der Hochschule Rhein-Waal an ihrem Standort in Kleve gelegt.
Rasend schnell
"Die heutige Grundsteinlegung für den Neubau der Hochschule Rhein-Waal in Kleve ist ein weiterer, wichtiger Meilenstein in der bisher recht jungen Geschichte dieser Hochschule", sagt auch Landrat Wolfgang Spreen und erinnert sich zurück, als der Kreistag im Juni 2008 einstimmig beschloss, einen Experten mit der Erarbeitung einer Bewerbung für eine der neuen Hochschulen in NRW zu beauftragen. Von da an ging alles rasend schnell.
Bis zum Jahr 2012 erwartet die HRW 5000 Studierende (Kleve: rund 3300, Kamp-Lintfort: 1600), etwa 120 Professoren, 65 wissenschaftliche Mitarbeiter sowie rund 50 Mitarbeiter in der Verwaltung, davon 70 Prozent in Kleve. "Ich bin sehr optimistisch, dass wir dieses hoch gesteckte Ziel erreichen werden, wenn wir uns in dem geplanten Tempo weiter entwickeln: In vier Fachbereichen beginnen zum kommenden Wintersemester, also am 20. September, elf neue Bachelorstudiengänge", sagt auch Professor Dr. Marie-Louise Klotz. In der Endausbau-Phase, spätestens 2013, sollen mindestens 28 Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten werden.
20 Hochschulgebäude
Die Hochschule Rhein-Waal in Kleve wird beiderseits des Spoykanals gebaut und ist durch die industriellen Überreste des ehemaligen Spoyhafens der Stadt Kleve bestimmt. Der Spoykanal bildet als Wasserachse die ideelle Mitte der neuen Gebietsentwicklung. Auf seiner Westseite entstehen elf und auf seiner Ostseite vier neue Gebäude. Insgesamt sind 20 Hochschulgebäude und eine Brücke auf dem Campus geplant.
Das Raumprogramm der Hochschule in Kleve sieht eine Nutzfläche von 22.163 Quadratmetern und eine Gesamtfläche von 48.000 Quadratmetern vor. Sie soll nach ihrer Fertigstellung rund 3.300 Studierenden Platz bieten. Der Kostenrahmen des Hochschulneubaues beläuft sich auf 122,3 Millionen Euro. Zum Beginn des Wintersemesters 2012/2013 soll die Hochschule Rhein-Waal fertiggestellt sein.
Mehr zur Grundsteinlegung lesen Sie am Samstag in der Rheinischen Post.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







