Kleve: Kleve braucht klare Position
zuletzt aktualisiert: 01.11.2007Kleve (RPO). Ein Stadtentwicklungskonzept für Kleve soll her. Deshalb tagen derzeit Arbeitsgruppen unter Leitung des Planungsbüros Scheuvens und sammeln Meinungen. Welche Meinung hat dazu ein Kommunikations-Profi? RP-Redakteur Matthias Grass sprach mit Paul J. Kohtes, dem Gründer einer der größten PR-Agenturen Deutschlands Kohtes, Klewes und überzeugter Wahl-Klever.
Herr Kohtes, wo sehen Sie in Kleve Handlungsbedarf?
Paul J.Kohtes Ganz wichtig ist der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Solange Kleve so „unerreichbar“ bleibt wie eine osteuropäische Kleinstadt – keine Autobahnanbindungen, nur Bummelbahnqualität, keine angemessenen NL-Verbindungen – werden alle Bemühungen zur Stadtentwicklung konterkariert.
Wie muss sich Kleve positionieren?
Kohtes Kleve braucht eine klare Positionierung für „irgendwas“ – und nicht für „alles und jedes“. Beispiele für funktionierende Positionierungen in diesem Sinne sind: Kunst (Museen/Beuys). Vergleichbar mit Bilbao. Oder anderes Beispiel: Landschaftsarchitektur „Wälder-Parks-Burg-Auenlandschaft Kleve“ als Gesamtkonzept. Vergleichbar mit Appeldoorn in den Niederlanden. Nicht zuletzt können auch Veranstaltungen mit überregionaler Originalität wie das Moers Jazzfestival wichtig sein.
Event Marketing lautet derzeit das Zauberwort . . .
Kohtes Das hat auch seinen Grund: Städte leben heute vor allem von ihrer Fähigkeit, „was los zu machen“. Und sie sind damit in einem wachsenden Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Das ist nicht mit konventioneller Kirmes und Rhein-Maas-Schau zu machen. Bei allem ist die Zielgruppe „Niederländer“ noch erheblich unterentwickelt, obwohl sie bereits jetzt – unter so ungünstigen Bedingungen – bereits einen erheblichen Anteil an der Klever Kaufkraft haben.
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