Kleve: Klever Wirtschaft: "Ja zur Fachhochschule"
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 30.10.2008Kleve (RPO). „Ja! Zur Fachhochschule“ stand in fetten Lettern über der Liste gedruckt, die beim Wirtschaftsforum Kleverland die Runde machte. Es war ein „Ja!“, das nicht nur Lippenbekenntnis blieb.
„Aus dem Stand heraus haben wir allein im Raum Kleve 30 Plätze für diesen dualen Ausbildungszweig heraus bekommen“, sagte gestern Helmut Tönnissen, Vorsitzender des Wirtschaftsforums Kleverland im RP-Gespräch.
Bis zu drei zusätzliche Stellen im eigenen Betrieb würden Unternehmer aus Kleve für die künftigen qualifizierten Fachkräfte einrichten, die Studium und Ausbildung gleichzeitig absolvieren sollen. Schaut man auf die Liste, reichte die Tabelle nicht aus, um alle Angebote zu fassen. Einige setzten ihr Unternehmen noch auf die freien Flächen – Begeisterung also allenthalben.
Eine Begeisterung, die Paul Friedhof, für die FDP des Kreises Kleve im Bundestag mitnehmen möchte. Sicherlich, so auch Friedhof an dem Abend, sei der Gedanke der Neugründungen von Fachhochschulen auch mit Blick auf Kommunen entstanden, deren wegbrechender Kohlebergbau kompensiert werden müsse.
Aber, wie nach Vorträgen von Landrat Spreen und dem den Kreis Kleve beratenden wissenschaftlichen Büro Seidler mehr als deutlich wurde, stellt der Kreis Kleve in der nordrhein-westfälischen Hochschullandschaft einen regelrechten weißer Fleck dar.
„Das ist ein gutes Argument für den Kreis Kleve“, so auch Friedhof. Wichtig ist aber auch die Wahl der Fächer, die in Kleve unterrichtet werden sollen – da vor allem neben dem Agrobusiness die Mechatronic.
„Wir sehen hier die einmalige Chance, Arbeitsplatzverluste auszugleichen und in innovative, zukunftsträchtige und konkurrenzfähige Branchen zu investieren“, redete Tönnissen den Mitgliedern des Wirtschaftsforums das Wort.
Man sei als Wirtschaft zuversichtlich, die geforderten zusätzlichen Ausbildungsplätze zu schaffen. „Wir sichern dem Landrat unsere volle Unterstützung zu“, so Tönnissen. Denn nicht zuletzt durch seine Grenzlage zu den Niederlanden lebe die Klever Region als Wirtschaftsstandort in einem steten Wissens- und Erfahrungsaustausch: Eine Fachhochschule könne davon nur profitieren.
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