kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Kreis Kleve : Klinik-Krise: Nur Kleve ist sicher

VON MARC CATTELAENS UND MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 14.01.2012

Kleve (RP). Um die finanzielle Zukunft der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve zu sichern, wird auch über die Schließung einzelner Standorte diskutiert. Aber auch Kritik an Entscheidungen der KKiKK-Geschäftsführung wird laut.

Gilt als als der einzig sichere Standort im Klinikverbund: Das St.-Antonius-Hospital in Kleve.  Foto:  Gottfried Evers
Gilt als als der einzig sichere Standort im Klinikverbund: Das St.-Antonius-Hospital in Kleve. Foto: Gottfried Evers

Land In der Diskussion über die Hospital-Krise im Klever Land werden mehrere Optionen diskutiert, wie die Krankenhauslandschaft zwischen Kevelaer, Goch, Kalkar und Kleve in Zukunft aussehen wird. Dabei wird auch über die Möglichkeit gesprochen, einen oder mehrere Standorte der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve (KKiKK) zu schließen. Das bestätigte gestern Propst Theodor Michelbrink als Vorsitzender des Aufsichtsrates im RP Gespräch.

Enders nimmt Stellung

"Es ist klar, dass wir Überlegungen anstellen, wie wir uns in Zukunft aufstellen können", sagt Michelbrink. Wie man Mittel sparen könne angesichts sinkender Einnahmen und steigender Kosten, wie man sich optimal aufstellen könne. "Vor diesem Hintergrund werden wir alle möglichen Optionen überlegen, auch, ob es erforderlich sein könnte, weniger Einrichtungen zu unterhalten. Entschieden ist aber noch nichts", sagt der Propst.

Info

Mitarbeiter im Verbund

Die Katholischen Kliniken im Kreis Kleve (KKiKK) haben derzeit 1500 Mitarbeiter. Die Verteilung: St.-Antonius-Hospital Kleve: 800, Wilhelm-Anton-Hospital Goch: 450, Marienhospital Kevelaer: 130, St.-Nikolaus-Hospital Kalkar: 120.

Nach langem Schweigen äußerte sich jetzt Dr. Peter Enders, Hauptgeschäftsführer der KKiKK. "Der Verbund der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve kann und wird sich dieser schwierigen Situation stellen, da er über ausreichend Synergiepotenziale verfügt. Dazu sind zum einen strukturelle Änderungen erforderlich, die kurz und mittelfristig realisiert werden können. Zum anderen setzen wir auf sinnvolle und überlegte Sparmaßnahmen", lässt Enders verlauten. Dies alles diene der Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse, die in den letzten Jahren sehr gut gewesen seien und weiterhin gut bleiben sollen, meint Enders. Grund zur Panik bestehe nicht, da die Ausgangssituation für die KKiKK im Vergleich zu anderen Krankenhäusern sehr gut sei.

Wie gut die finanzielle Ausgangssituation wirklich ist, wird sich zeigen: 2010 wollten die KKiKK das Gelderner Krankenhaus von der CTT (Cusanus Trägergesellschaft Trier) übernehmen – das Unterfangen scheiterte. Heftig kritisiert bis hinauf in politische Spitzenkreise wird auch die Entscheidung der KKiKK-Geschäftsführung, die Gynäkologie von Goch nach Kleve und im Gegenzug die Unfallchirurgie von Kleve nach Goch zu verlegen. Anscheinend ohne Rücksicht auf die bei Patienten über Generationen gewachsene Tradition der Häuser. Enders hatte auch schon vor mehreren Jahren in einer Zukunftswerkstatt der Rheinischen Post und der Volksbank Kleverland von einem kompletten Neubau in Kleve neben dem alten Krankenhaus gesprochen. Eine Idee, die bald gestoppt wurde.

Politik reagiert

Die Hospitäler können dagegen auf gute Arbeit blicken. "Wir sind in vielen Abteilungen auch technisch auf dem neuesten Stand", sagte ein Mitarbeiter gestern. Zudem ist jetzt ein neues, 35-Millionen-Euro teures Bettenhaus für Kleve in der Diskussion. Damit dürfte der Standort des St.-Antonius-Hospitals als einzig wirklich sicherer Fixpunkt in der Diskussion um die Zukunft der Standorte in Kalkar, Kevelaer und Goch gelten.

Dass die Situation prekär ist, zeigt auch die Reaktion der Politik: Die Kreis Klever CDU hat sich das Thema Zukunft der Krankenhäuser in der Region zu eigen gemacht. "Das steht am Montag auf der Tagesordnung der Fraktion", sagte CDU-Fraktionschefin Ulrike Ulrich gestern im RP-Gespräch. Vor allem auf der Sitzung der regionalen Pflege und Gesundheitskonferenz am 29. März sollte die "Krankenhauslandschaft im Kreis Kleve" diskutiert werden, so Ulrich.

 

Quelle: RP/jul


Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Abwärts mit 200 km/h

Goch

Abwärts mit 200 km/h

Der LSV Goch lud am Pfingstwochenende Luftsportbegeisterte und Interessierte auf das Gelände in Asperden ein. Geboten wurden auch zahlreiche ... mehr 

Mittelalterliches Flair auf dem Flachsmarkt

Krefeld

Mittelalterliches Flair auf dem Flachsmarkt

Rund 45.000 Besucher schlenderten am Pfingstwochenende über den Flachsmarkt. Ritterpiele, mittelalterliches Handwerk und Musik lockten bei s ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
Meistgelesen

Nach Solarstromrekord droht Aufschlag

Warum Strom immer teurer wird

Zu Pfingsten wurde von Solaranlagen in Deutschland kurzzeitig so viel Strom produziert, wie in fast 20 Atomkraftwerken. Doch der Weltrekord hat seinen Preis. Es droht ein satter Aufschlag bei den Strompreisen. Schon keimen Spekulationen über ein ... mehr

 

Ex-Trainer von Hertha BSC Berlin

Rehhagel bereut Auftritt vor DFB-Gericht

 

Nach Attacke am Hauptbahnhof

Jugendliche seit zwei Tagen auf der Flucht

 

Politische Punktevergabe beim Eurovision Song Contest

Anke Engelke: "Europa beobachtet Dich"

 

Wirbel um neues Grass-Gedicht

Verwirrung um angebliche Fälschung

Meistkommentiert

Fortuna Düsseldorf

Fortuna verpflichtet Bruno Soares

Fortuna Düsseldorf hat für die kommende Saison Abwehrspieler Bruno Soares vom Zweitligisten MSV Duisburg verpflichtet. Der 23-Jährige kostet keine Ablöse und bekommt einen Vertrag bis 30. Juni 2015. mehr

 

Stress-Ranking der Unternehmen

Burnout belastet NRW-Wirtschaft

 
 

CSD in Düsseldorf

"We are Europe! Are we Europe?"

 

Joachim Gauck im Heiligen Land eingetroffen

Israels Botschafter warnt vor Antisemitismus

MEHR
Neubausiedlung "Burgstraße" – fest in "niederländischer Hand". RP-Archivfoto

Kranenburg

Ausverkauf im Neubaugebiet

Die Gemeinde Kranenburg war einst der große Schnäppchenmarkt für niederländische Hauskäufer. Der Goldgräberstimmung von einst folgt nun der Rückzug aus dem Paradies. Viele Häuser werden zu Ladenhütern. VON Peter Janssen  mehr

 
Neujahrsempfang der SPD: Paul Kammann (links) sammelt in seinem Parteibuch Autogramme, neben ihm Ministerin Svenja Schulze, Ex-Minister Manfred Dammeyer, Bodo Wißen, stehend: Dr. Barbara Hendricks MdB, Roland Katzy.

Kreis Kleve

Ministerin lobt Hochschule

Beim Neujahrsempfang der Kreis-SPD sprach die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze über das "bemerkenswert schnelle Wachstum" der Hochschule Rhein-Waal. Gerade in der Bildung seien Sparkurse fehl am Patz. VON lena steeg  mehr

 
 
 
 
 
Bilder aus Kleve
 
Kreis Kleve damals und heute
Kreis Kleve damals und heute
Früher und heute: aktuelle Ansichten und historische Bilder.
mehr 
Pfingsttipps aus dem Kreis Kleve
Pfingsttipps aus dem Kreis Kleve
Ideen für das lange Pfingst-Wochenende
mehr 
Das Krokodil im Elsa-Brunnen
Das Krokodil im Elsa-Brunnen
Viel Publikum gab es bei den Dreharbeiten zum ..
mehr 
Landtagswahl 2012: So wurde im Kreis Kleve gewählt
Landtagswahl 2012: So wurde im Kreis Kleve gewählt
So hat der Kreis Kleve bei der Landtagswahl ..
mehr 
Landtagswahl 2012 im Kreis Kleve
Landtagswahl 2012 im Kreis Kleve
Bei der gemeinsamen Wahlparty im Kreishaus ..
mehr 
Kreis Kleve: Die Kandidaten des Wahlkreises 54
Kreis Kleve: Die Kandidaten des Wahlkreises 54
Hier sehen Sie die Kandidaten des Wahlkreises 54 Kleve/II
mehr 
 

RP ONLINE-Seminarreihe

So werden Sie bei Google gefunden

bornewasser.jpg

Unsere kompetenten Referenten zeigen Ihnen die Tricks der Suchmaschinen und sorgen dafür das Sie besser und schneller gefunden werden. mehr 

Familienanzeigen