Kreis Kleve: Kommentar: Mut zur Veränderung
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 03.09.2010 - 18:48Kreis Kleve (RPO). Ein Jahr Hochschule Rhein-Waal – das hat auch die Region verändert.
Früher war es die Schuhindustrie, die den Kreis Kleve prägte. In den vergangenen Jahren war es die Landwirtschaft, worauf der Niederrhein stolz war und auch noch ist. Heimische Produkte sind seit ein paar Jahren wieder in.
Einen ganz so hohen Stellenwert hat die HRW noch nicht, aber die beiden Gründungsbeauftragten, Professor Dr. Marie-Louise Klotz und Dr. Martin Goch, arbeiten Tag für Tag daran, die HRW zu etablieren. Ihr Ziel: 2012 möchten sie eine gut funktionierende Hochschule mit 5000 Studierenden, 120 Professoren, 65 wissenschaftliche Mitarbeiter sowie 50 Angestellte in der Verwaltung vorweisen und sich zudem in der Forschung und Lehre einen Namen gemacht haben. Dabei legen sie ein Tempo vor, dass so manch' einer nicht mitkommt.
Da wäre zum Beispiel das Angebot in der Stadt Kleve: Wo sind die Studentenkneipen? Wo sind die Angebote - speziell für Jugendliche? 7000 Menschen zwischen 18 und 25 leben schon jetzt in der Schwanenstadt. Und wo gehen sie hin? Ins Kino. Eventuell noch in ein Café, ab und an auch in die Diskothek an der Tichelstraße. Ansonsten endet das Klever Nachtleben mit den Ladenöffnungszeiten, irgendwann zwischen 20 und 22 Uhr.
Das gilt es Schritt für Schritt zu ändern. Das verlangt Mut, lohnt sich aber auch. Zum Vergleich: Soest, westfälische Kreisstadt mit knapp 50 000 Einwohnern, ist ebenfalls Hochschulstandort. Und dort gibt es sie, die Infrastruktur für Studenten. Mit Erfolg.
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