Kleve: Krankenpflege im eigenen Haus
zuletzt aktualisiert: 10.02.2007Kleve (RPO). Am morgigen Sonntag ist der Welttag der Kranken. RP-Redaktionsmitglied Marc Cattelaens sprach mit dem Geschäftsführer dedes Caritasverbandes Kleve, Joachim Schmidt, über das Konzept der Caritas zur Betreuung der Kranken und den aktuellen Stand der Bauarbeiten an der Seniorenwohnanlage „Heideberger Tor“.
Wie funktioniert dei Krankenbetreuung der Caritas?
Joachim Schmidt Wir unterhalten vier Caritas-Sozialstationen in Kleve, Goch, Emmerich und Rees und versorgen damit in den acht Kommunen des Nordkreises Kleve jeden Tag über 650 Kranke. Unsere geschulten Fachkräfte besuchen die Patienten zwei bis drei Mal am Tag. Die Betreuung besteht aus der Grundpflege, also waschen, anziehen und Bett beziehen sowie den medizinischen Dienstleistungen. Dazu zählen Injektionen, Verbandswechsel und im Extremfall auch die Verabreichung künstlicher Ernährung.
Wo sind die Grenzen der Dienste am Kranken?
Schmidt Wir leisten jede Hilfe, die in den vier Wänden des Kranken möglich ist. Dazu zählen auch die so genannten komplementären Dienste, wie hauswirtschaftliche Versorgung, Hausnotrufdienst oder Essen auf Rädern. Zusätzlich unterstützen wir auch die Angehörigen, beispielsweise durch Gesprächskreise. Die Grenzen der häuslichen Pflege sind erreicht, wenn es kein pflegendes und betreuendes Umfeld gibt. Dann bieten wir eine Tagespflege in Bedburg-Hau an. Der pflegebedürftige Mensch wird zuhause abgeholt, tagsüber versorgt und gepflegt und frühabends wieder zurück gebracht. Wir können zwölf Plätze anbieten. Die Auslastung liegt bei knapp unter 100 Prozent.
Wird in der neu entstehenden Seniorenwohnanlage „Heideberger Tor“ am Backermatt auch eine Krankenbetreuung angeboten und wann ist mit der Fertigstellung der Anlage zu rechnen?
Schmidt Voraussichtlich wird die Wohnanlage, die einer Eigentümergemeinschaft gehört, im ersten Schritt zum 1. März fertig sein. Die 33 Wohneinheiten sind sind schon zu drei Vierteln vermietet. Heute wird eine Musterwohnung fertiggestellt werden, die man ab Montag besichtigen kann.
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