Kalkar: Kritik am Projekt Wohnen mit Weitblick
zuletzt aktualisiert: 28.02.2008Kalkar (RPO). Der Verein „EDEN“ (erhaltet den einzigartigen Niederrhein) ist gegen das mögliche Projekt „Wohnen mit Weitblick“, das nach einer neuen Ausgrabung n Hönnepel entstehen könnte und durch Fraunhofer Institut wissenschaftlich begleitet werden soll. Es klinge reichlich abenteuerlich und unausgegoren, wenn die (tiefstehende) Sonne den Solarkollektoren nennenswerte Energie zuführen solle, meinte der Verein.
Wer sich ein wenig mit Klimafragen beschäftige wisse, dass die Globalstrahlung (direkte und indirekte Sonnenstrahlung) auf Seeflächen vorwiegend in die Wasserverdunstung umgesetzt werde, erklärte EDEN. Es bleibe abzuwarten ob das renommierte Fraunhofer-Institut sich tatsächlich von Architekten und Kiesfirmen vorführen lasse. „Im Übrigen erinnert das alles, was jetzt wieder vor der Abgrabungsgenehmigung Birgelfeld läuft, stark an die alle Abgrabungen, wo mit Gewalt der gesellschaftliche Mehrwert herbei geschrieben und geredet werden musste“, so der Verein. Zum Schluss nach der Abgrabung habe die Kiesfirma viel Geld verdient, der Niederrhein sei auch an dieser Stelle zerstört, die Anlieger klagen über Schäden an ihren Häusern und sonst? Sonst sei nichts entstanden, wie nachweislich an fast allen Abgrabungen in den Kreisen Kleve und Wesel. Die Kiesfirmen gingen alle nach dem gleichen Muster vor: schöne bunte Pläne und Fantastereien, die die Räte beeindruckten. „Was hier seit Jahren betrieben wird, ist eindeutig eine Verdummung der Räte. Wieso brauchen wir eigentlich einen neuen Baggersee für diese Versuche, haben wir noch nicht genug von diesen Löchern“, fragte die Initiative. Das Kieswerk Maas-Roeloffs will bei der Genehmigung einer weiteren Auskiesung bis zu 40 Ein- und Zweifamilienhäuser am neuen Gewässer errichten. Das Fraunhofer-Institut will erforschen, wie spezielle Hausfassaden die Sonnenreflexion der Wasseroberfläche in Energie umwandeln können.
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