Kleve: "KRZN muss sich besser aufstellen“
VON JÜRGEN LOOSEN - zuletzt aktualisiert: 28.10.2006Kleve (RPO). Dass die hohen Gäste vom Niederrhein im geselligen Teil des Zwei-Tage-Seminars ausgerechnet im „Friedenssaal“ der Stadt Münster empfangen wurden, wertete so mancher als gutes Zeichen. Das gestern beendete Seminar des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein (KRZN) in Hiltrup, an dem (fast) alle beteiligten 42 Kunden aus den Kreisen Kleve, Wesel und Viersen sowie der Stadt Krefeld teilgenommen hatten, beurteilte der Kreis Klever Landrat Wolfgang Spreen als „sehr erfolgreich“. Die RP erreichte den Verwaltungschef gestern Abend am Telefon. Sein Fazit: „Es war eine sehr intensive Aussprache mit einer großen Gemeinsamkeit, das KRZN zusammen weiter zu entwickeln“. Für den Kreis sei das vor allem deshalb erfreulich, „weil wir den Anstoß gegeben haben, dass sich das KRZN noch besser aufstellen muss als bisher“.
Größere Transparenz
So soll das Rechenzentrum mehr Dienstleister werden und noch stärker auf die Kundenwünsche eingehen. Dazu müsse eine größere Transparenz in puncto Kosten erreicht werden. Das soll durch eine differenzierte Kosten- und Leistungsrechnung erfolgen. Darüber hinaus müssten klare und nachvollziehbare Entgelte geschaffen werden, wobei Einigkeit bestand, dass die Kosten von allen solidarisch und gemeinsam zu tragen seien. Spreen: „Die neuen Entgelte müssen Kostendeckung gewährleisten, was bisher nicht der Fall war“. Mittelfristig müsse die Verschuldung abgebaut werden (die Schuldenhöhe soll 40 Millionen Euro betragen, die Hälfte alleine aus Pensionsansprüchen). Kurzfristig soll schon zum 1.1.2007 das neue Entgeltsystem eingeführt werden. Das muss allerdings der Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 6. November noch beschließen. Dieses neue System orientiere sich an Produkten und Produktgruppen sowie an der Einwohnerzahl der jeweiligen Kommune. „Das ist viel differenzierter und transparenter und soll kontinuierlich weiter entwickelt werden“, urteilte Spreen.
Zweite Software
Nach der Forderung aus dem Kreis Kleve, eine zweite NKF-Software neben „Kirp“ einzuführen, sei es jetzt allgemeiner Tenor, es sei eine richtige Entscheidung gewesen, diesen Weg einzuschlagen. Übrigens: Das Abspalten der drei Städte Geldern, Straelen und Rees war kein Thema, aber Spreen wertet es als positives Zeichen, dass sich die beiden Süd-Bürgermeister Ulli Janssen (Geldern) und Johannes Giesen (Straelen) sehr aktiv an der Diskussion beteiligten.
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