Kranenburg: Kuschelige Museumsnacht
VON KERSTIN OLAÑETA - zuletzt aktualisiert: 19.06.2008Kranenburg (RPO). Der Verein für Heimatschutz Kranenburg veranstaltet am Samstag, zwischen 14 und 24 Uhr, die dritte Museumsnacht – mit kostenlosem Eintritt in die Museen und kulinarischen sowie akustischen Köstlichkeiten.
„Wir haben unser Fest in diesem Jahr noch familiärer geplant als in der Vergangenheit“, erzählt Hans Bernd Kraus, Vorsitzender des Kranenburger Vereins für Heimatschutz. Habe die Museumsnacht der Gemeinde die ersten beiden Male hauptsächlich an der Mühlenstraße und vor dem Mühlenturm stattgefunden, so sei jetzt die Hauptveranstaltung zentral im Innenhof des Museums Katharinenhof geplant.
Pfannekuchen-Buffet
„Das ist einfach kuscheliger“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins, der für die Veranstaltung verantwortlich zeichnet. Wenn das Wetter am Tag des großen Festes, nämlich am kommenden Samstag, zwischen 14 und 24 Uhr, nicht genehm sein sollte, dann könnten die Besucher sich kurzerhand in den Keller des Katharinenhofs verziehen.
Alle zwei Jahre
Die Kranenburger Museumsnacht findet im Wechsel mit dem Stüppkesmarkt alle zwei Jahre im Sommer statt. Debüt war 2004.
Eine Anmeldung für den Nachtwächter-Rundgang ist nicht erforderlich, wer vor Ort und Stelle Lust bekommt, sich Tjeerd Westerhof anzuschließen, ist herzlich willkommen.
Im Hof werde eine spanische Weinbar aufgebaut, ein Verkaufsstand mit Kunstbüchern verleite zum Schmökern, für den kleinen und großen Hunger gebe es Grill- und Getränkestände, Kuchen sowie ein Pfannkuchen-Buffet. Und der kulturelle Hunger werde freilich auch gestillt . . . „Bei der Museumsnacht ist der Eintritt in unsere drei Häuser – Katharinenhof, Mühlenturm und Stadtscheune – natürlich kostenlos“, sagt Kraus. Im Katharinenhof ist die jüngst erst eröffnete Wechselausstellung mit der großen Installation von Tom Barth zu sehen. „Außerdem kann dort die ständige Ausstellung mit den alten Meistern des 19. und 20. Jahrhunderts besichtigt werden“, schickt Kraus hinterher. Leider sei die Exposition „Heilige Orte, heilige Dinge“ im Dachgeschoss nicht rechtzeitig fertig geworden: „Das hat bauliche Gründe, die Sanierungsarbeiten laufen noch.“ Doch spätestens zu Beginn des kommenden Jahres sei es soweit . . .
Doch auch sonst hat die Kranenburger Museumslandschaft ja noch einiges zu bieten. Im Mühlenturm etwa ist die Ausstellung zur Stadtgeschichte zu besichtigen – ein Besuch lohnt allein schon aus architektonischen Motiven. Die Stadtscheune schließlich zeigt bäuerliches und handwerkliches Gerät sowie eine komplett eingerichtete Schusterei. „Zur Museumsnacht veranstalten wir regelmäßig Führungen durch die drei Häuser“, ergänzt Kraus. Des Weiteren stehe ein Nachtwächter-Rundgang mit Tjeerd Westerhof um 22.30 Uhr auf dem Programm – mit Urkunde für jeden Teilnehmer. Für einen akustischen Höhepunkt sorgen die Turmbläser, die auf dem illuminierten Mühlenturm Stellung beziehen.
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