Bedburg-Hau: Lange Nächte im Dschungel
VON STEPHAN DERKS - zuletzt aktualisiert: 29.01.2007Bedburg-Hau (RPO). Gute Laune Hau präsentierte buntes Programm, Tollitäten gaben sich im Gesellschaftshaus in den Rheinischen Kliniken , das zu einem wahren Karnevalsdschungel mutiert war, die Klinke in die Hand
„Im Dschungel sind die Nächte lang, weil man mit der Guten Laune Hau gut feiern kann“, so hatten die Aktiven der gleichnamigen Karnevalsgesellschaft ihr Motto überschrieben. Und gute Laune machte sich im Gesellschaftshaus der Rheinischen Kliniken schnell breit. Und das, obwohl es lange so ausgesehen hatte, als ob hier gar nicht gefeiert werden konnte, erklärte der neue GLH-Vorsitzende Hubert Stam. Doch Dank der großartigen Unterstützung durch Bedburg-Haus Bürgermeister Peter Driessen, sei es gelungen, rechtzeitig grünes Licht für die Veranstaltung zu geben.
So konnte die GLH-Show, gewürzt mit dem Zauber Afrikas, ungetrübt beginnen. Passend zum Thema führte Barbara Kuhnigk im Leopardenkleid durchs bunte Programm, an deren Seite erstmalig Stefan Burke stand. Und der lieferte sich gleich zu Beginn einen köstlichen Versprecher. Denn nach dem Gardetanz der Smiling Fire, forderte er aus der Technik Musik zum „Ausziehen“, anstatt zum Auszug. Da hatte er natürlich die Lacher auf seiner Seite.
Quax der Bruchpilot
Ebenso Manfred van Halteren, der als Quax der Bruchpilot in der Bütt brillierte. Er war mit dem GLH-Ausflugsdampfer auf großer Fahrt gewesen, der in Seenot geriet, wobei Kapitän Horst (Verhoeven) von Bord gespült wurde und auch die Einfahrt in den Heimathafen „Gesellschaftshaus“ sei von sehr starken Turbulenzen gekennzeichnet gewesen. Geschickt nahm van Halteren das Lokalgeschehen aufs Korn. Etwa die Pleite zur Gründung einer Freien Wähler-Gemeinschaft durch Günter Plath und Willi Heuvens. Nicht nur dass er die „FWG in „Fanden wenig Getreue“ umwandelte. Zudem gebe es eine neu EU-Norm: ein Heuvens sei die kürzeste Zeit zwischen zwei Leserbriefen und ein Heuvens zum Quadrat der kürzeste Abstand zum nächsten Fettnapf. Der Saal tobte. Gut gewürzt präsentierten auch Holger Verhoeven und Philipp Averbrock ihre Bütt, zu der sie als Köche Pfarrer Lürwer im Suppentopf kochten. Da zwickte Verhoeven den Pfarrer unverholen in die Wange und stecke ihm eine Möhre in den Mund.
Lokale Themen wurden auch von den Insidern musikalisch aufs Korn genommen und Paul Michels erlebte sein Debüt auf der GLH Bühne. Zudem besangen die „Granaten“ ihre Erlebnisse . Nicht zuletzt ritten Burkhard und Lina Guitrooy als Tarzan und Angela Merkel Attacken auf das närrische Zwerchfell. Für den Augenschmaus sorgten auch die Smilies, als jüngste Truppe auf der GLH-Bühne. Triumphal der Einzug des Klever Prinzen Frank und vor allem der Bedburger-Hauer Prinzessin Anja. Sie ließ zu Ehren der Narrenschar ihre HCG-Sternchen tanzen, die einen tosenden Beifall ernteten. Der Showtanz der Smiling Fire war es schließlich, der das große Finale unter eine lange Dschungelnacht einläutete.
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