Kleve: Leib und Seele vorbereiten
zuletzt aktualisiert: 17.02.2010 - 10:46Kleve (RPO). Am heutigen Aschermittwoch endet das Karnevalstreiben am Niederrhein schlagartig. Bis Ostern ist jetzt in der katholischen Liturgie violett die vorherrschende Farbe. Einzige Ausnahme davon sind bestimmte Festtage.
Über den Tag, seine christlichen Hintergründe und Auswirkungen sprach gestern RP-Redaktionsmitglied Guido Schwartges mit dem Pfarrer an St. Willibrord Rindern, Andreas Poorten.
Was hat es mit Aschermittwoch auf sich?
Pfarrer Andreas Poorten Aschermittwoch ist der Beginn der österlichen Bußzeit, auch Fastenzeit genannt. Der Name kommt von dem Aschekreuz, das katholische Christen in der Messe auf die Stirn gezeichnet bekommen. Dieses Kreuz ist eine Erinnerung daran, dass der Mensch vergänglich ist und hier auf der Erde nicht alles erreichen kann. Gleichzeitig war Asche schon immer ein Mittel der Reinigung und ist äußeres Zeichen für den Beginn der Bußzeit.
Wofür ist die Bußzeit da?
Poorten Die Bußzeit ist Vorbereitung auf das größte Fest der Christen, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi an Ostern. So wie man sich auf weltliche Feste vorbereitet, so bereitet man sich auch auf Ostern vor. Es geht darum, die innere Gesinnung für das Fest aufzubauen. Außerdem erinnert die Fastenzeit mit ihren 40 Tagen, an das 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste. Die Sonntage sind von der österlichen Bußzeit ausgenommen, um auf besagte 40 Tage zu kommen.
Wie begehen Sie selbst die Bußzeit?
Poorten Ich versuche mir mehr Zeit fürs Gebet zu nehmen, da ohne Gebet alles bedeutungslos ist. Außerdem versuche ich auf bestimmte Mittel wie Alkohol zu verzichten. Der Mensch ist nicht nur ein Geistwesen. Leib und Geist sollen gemeinsam für das Fest bereitet werden.
Vielen Dank für das Gespräch.
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