Kleve: Leibniz rückt näher
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 23.03.2007Kleve (RPO). Der Rat der Stadt Kleve leitete das Baurechtsverfahren für den Einzug der Privatschule in einen alten Gewerbebau im Tichelpark ein/Schule will Anträge in der kommenden Woche stellen/ Kleve arbeitet mit SAP vom KRZN
„Wir haben gerade eine Grundschule schließen müssen. Vor diesem Hintergrund fällt es mir sehr schwer, hier zu entscheiden“, sagte Grünen-Sprecher Siegbert Garisch zur Umwidmung einer Fläche im Tichelpark. Hier soll der Bebauungsplan so geändert werden, dass der private Schulträger seine angekündigte Leibniz-Schule in einem alten Gewerbebau unterbringen kann. Zunächst soll der Schulbetrieb mit den Eingangsklassen 1 und 5 aufgenommen und dann Jahr für Jahr erweitert werden.
„Wir können das Verfahren aus baurechtlichen Gründen einleiten“, so Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer. Das Gebäude habe auch einen entsprechenden Schulhof. Der Bau selbst werde natürlich nach den Vorschriften über den Schulbau geprüft werden, so Rauer auf Anfrage der SPD. Während CDU-Fraktionschef Udo Janssen der Einleitung des Verfahrens zustimmte, da es ja um das nötige Baurecht gehe, begrüßte die FDP ausdrücklich das Vorhaben, in Kleve eine Privatschule zu gründen. Brigitte Wucherpfennig warnte dagegen, dass man in Kleve künftig über weitere Grundschulen diskutieren müsse, wenn die Privatschule zustande komme.
August 2007?
Die Leibniz-Schule, in persona Egon Boesten, verkündete gestern, dass sie in der nächsten Woche die Antrags-Unterlagen für die Einrichtung einer Privatschule in Kleve einreichen werde: „Der zuständige Beamte der Bezirksregierung, Peter Sunderbrink, hatte dies den Antragstellern bereits im Februar geraten und von einem häppchenweisen Einreichen gewarnt“. Barbara Manke-Boesten, die die „Pädagogik“ der Leibniz-Schule vertritt, ist optimistisch, Kinder im August 2007 zum Unterricht in der neuen Privatschule begrüßen zu können. „Wir haben die Immobilie, wir haben die Lehrer, wir haben die Bürgschaft von den Banken, wir haben die Eltern“, verkündete die Pädagogin in der gleichen Pressemitteilung. Mit der Zevens-Grundbesitz sei grundsätzlich Einigkeit über die Nutzung des ehemaligen Spectro-Gebäudes erzielt worden. Man habe auch erörtert, wie das Gebäude ausgebaut werden könne.
Ab 1. Januar 2008 wird die Stadt Kleve auf das neue kommunale Rechensystem von SAP umstellen. Fünf Mitarbeiter sind derzeit auf einer Schulung, um das umfangreiche und komplexe Programm zu erlernen, so Kämmerer Willibord Haas gestern. Bereits zum 1.12. 2007 werde das System umgestellt und die Kasse angeschlossen. „Wir sind sicher, dass die Umstellung mit dem SAP-System des Kommunalen Rechen Zentrums Niederrhein leistbar ist“, sagte Haas auf Anfrage der RP.
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