Kleve: Man nehme: Rezepte 2007
VON JÜRGEN LOOSEN - zuletzt aktualisiert: 06.01.2007Kleve (RPO). Man nehme: So beginnen Rezepte aller Art, ob für Köche am Herd oder Politiker am Schreibtisch. Letztere nehmen’s bekanntlich am allerliebsten von den Bürgern, um die öffentlichen Kassen vor allzu großer Schwindsucht zu retten, wie manch einer bei den Meldungen der ersten Woche 2007 aufseufzend zur Kenntnis nahm. Und damit ist keineswegs die Mehrwertsteuer gemeint, denn dass die auf satte 19 Prozent klettert, ist bei dem wochenlangen öffentlichen Brimborium kaum einer Erwähnung wert. Eher umgekehrt wird auf kommunaler Ebene ein Schuh draus: Zwei Beispiele aus den ersten Tagen des neuen Jahres zeigen gekonnte Griffe in den Untertanen-Geldbeutel, heimlich, still, leise und vor allem anfangs unbemerkt. Damit ist’s nun vorbei: Wer Sperrmüll in Kleve los werden möchte, kann ihn entweder selbst wegkarren oder 20 Euro aus dem Portemonnaie entsorgen. Und wer ein paar Runden im kühlen Nass des Klever Hallenbads drehen will, kann sich entweder mit einer in Wucherer-Kreisen durchaus normalen Preiserhöhung von 25 Prozent abfinden oder eine neue Schwimmstätte suchen. Für den Rest des Jahres zu befürchten bleibt: Das ist erst der Anfang der Fahnenstange, nicht das Ende.
Stoff zur Genüge also für die Kanonen in der Karnevals-Bütt. Der erste Höhepunkt der Anhänger der fünften Jahreszeit ist schon früh im Jahr, nämlich heute: Die landauf, landab berühmte Gocher Prinzenkür wird zum ersten Mal an einem Samstag über die Bühne gehen. Eine Premiere, aus der eine ständige Einrichtung werden soll. Der Erfolg ist programmiert, die Tollitäten des Clubs der Pferdefreunde, Heinz IV. Arntz und Veronika I. Peters, werden in der Gymnasium-Sporthalle eine rauschende Ballnacht erleben, das lässt sich ohne jedes Hellseher-Diplom vorhersagen.
Ob mit oder ohne Helau: Ein schönes erstes Wochenende 2007.
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