Niederrhein: Mehr als Wellness-Profi
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 30.09.2009Niederrhein (RPO). In einer vierwöchigen Serie stellen RP und Wirtschaftsförderung Kreis Kleve die Hochschule Rhein-Waal vor. Bio Science and Health ist ein moderner Studiengang im Bereich der angewandten Naturwissenschaften.
Studenten in der Stadt
In einer Serie werden RP und Kreis Klever Wirtschaftsförderung die Hochschule Rhein-Waal präsentieren, die Fachbereiche, die Lehre, die Forschung vorstellen und vom Studentenleben berichten. Die HRW existiert seit dem 1. Mai und entwickelt sich in hohem Tempo zu einer innovativen und internationalen Hochschule im Hauptstandort in Kleve und in Kamp-Lintfort als dem zweiten Studienstandort. Es ist eine MINT-Hochschule, die Studiengänge mit Schwerpunkten auf den Gebieten Naturwissenschaften bietet. Alle Folgen auf :
Wellness ist mehr, als nur in der Wanne sitzen. Sie wird immer mehr wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge. "In Zukunft werden Wirtschaft und Industrie vermehrt Kompetenzen für den wachsenden Markt der Gesundheitsprävention und des Wellness-Bereiches benötigen", sagt Prof. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal. Kompetenz, die man an ihrer Hochschule lernen kann.
Denn mit Bio Science and Health schuf Klotz einen neuen, in Deutschland bis jetzt noch nicht gekannten Bachelor-Studiengang. Klotz traf den Geist der Zeit: alle 50 Studienplätze des in Kleve gelehrten Fachs sind belegt. Und mit Prof. Kerstin Koch konnte Klotz eine Wissenschaftlerin nach Kleve holen, die hier nicht nur lehren, sondern auch forschen wird.
Denn der künftige Bio-Science and-Health-Bachelor wird mehr sein, als Wellness-Profi. Auf seinem Stundenplan steht allgemeine Chemie ebenso wie Interkulturelles Management oder Design und Psychologie. Die Studenten werden in Ernährung und Gesundheit unterrichtet, in Biologie und in der Physilogie des Menschen. "Betriebswirtschaftliche Fächer, Recht, Dokumentation und interkulturelle Kompetenz runden das interdisziplinäre Studium auf dem Gebiet der angewandten Naturwissenschaften ab", beschreibt Klotz die Studienneuheit.
Studenten, die diesen neuen Abschluss anstreben, sollen später gute Berufsaussichten haben: "Das gesteigerte Gesundheitsbewusstsein wird an Bedeutung noch weiter zunehmen – vor allem auch mit Blick auf mögliche längere Lebensarbeitszeiten. Damit wird auch die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten zur Gesundheitsvorsorge, nach geeigneten Tipps für eine gesunde Ernährung zunehmen", so Klotz weiter.
Kostenbewusstsein
All das sollen ihre Studenten nach einem Abschluss leisten können – und noch einiges mehr. Klotz: "Sie werden ein Studium absolviert haben, um bei der Suche nach geeigneten kosmetischen Produkten oder rezeptfreien Medikamenten beratend helfen zu können – und all das unter dem Aspekt des notwendigen Kostenbewusstseins". Der spätere Berufsbereich ist breit gefächert und reicht von der Tourismusbranche über die chemische und kosmetische Industrie bis hin zur Mitarbeit bei Krankenkassen.
Das Vollzeitstudium erstreckt sich über sieben Semester und schließt mit einem Bachelor of Science ab, es wird in Deutsch unterrichtet. Die Studenten müssen bis zum Beginn des fünften Semesters ein entsprechendes Praktikum absolviert haben, im 6. Semester ist ein Praxis- oder Auslandsstudiensemester möglich. Die abschließende Bachelor-Arbeit wird in der zweiten Hälfte des siebten Semesters geschrieben.
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